In Deutschland werden Webplattformen wie Airbnb und Wimdu immer häufiger genutzt, um Reisenden vorübergehend entweder ein Zimmer oder die gesamte Wohnung anzubieten. Im Rahmen einer repräsentativen Befragung hat Bitkom Research, das Tochterunternehmen des Digitalverbands Bitkom, 1.013 Menschen in Deutschland hierzu befragt. So gaben fast 7 Millionen Internetnutzer an, solche Online-Portale schon einmal zur Vermietung ihrer Wohnung benutzt zu haben.

Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein starker Anstieg, denn 2016 waren es laut der Befragung nur 4 Millionen Internetnutzer. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen gaben 19 Prozent an, dass sie bereits versucht hätten, für ein Nebeneinkommen ihre Wohnung für einen kurzen Zeitraum zu vermieten, also fast jeder Fünfte. Im vergangenen Jahr waren es dagegen erst 8 %. Auch bei der jüngeren Generation ist die Anzahl der Vermieter über Airbnb & Co. leicht gewachsen, so gaben 12 % an, ihre Wohnung schon einmal angeboten zu haben, was verglichen mit dem Vorjahr ein Anstieg um 2 % bedeutet. Bei den über 50-Jährigen ist dies hingegen keine gängige Praxis, denn hier gaben lediglich 7 % an, die Online-Portale bereits genutzt zu haben.

Eine beliebte Alternative

Die Beliebtheit lässt sich nicht nur durch den finanziellen Vorteil erklären, sondern auch dadurch, dass der soziale Aspekt für die privaten Vermieter verlockend sei, wie mit den Reisenden ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Insbesondere bei großen Events, wie Festivals, Sportereignissen oder großen Messen sei es für Touristen oder Geschäftsreisende häufig schwierig in manchen Städten genügend Betten vorzufinden. Somit bildet die zeitweilige Vermietung von Privatwohnungen über Airbnb & Co. eine gute und preisgünstige Ausweichlösung.

Dieser Trend stößt mancherorts auf Widerstand

Es gibt Städte in Deutschland, in denen die zeitweilige Vermietung von privatem Wohnraum jedoch nicht gerne gesehen wird und daher die Rechte in Bezug auf die Vermietung an Touristen durch ein Zweckentfremdungsverbot stark eingeschränkt haben. Bitkom fordert allerdings, dass das gelegentliche Vermieten von privatem Wohnraum klar von dem kommerziellen Betrieb von Ferienwohnungen abgegrenzt werden solle, um eine Verschwendung von Wohnraum zu verhindern.

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