Um den Wohnungsmarkt in München auszugleichen, plant die bayerische Landeshauptstadt ab 2020 eine Wohnungstauschbörse ins Leben zu rufen.

Dahinter steckt die grundlegende Idee, dass insbesondere die ältere Bevölkerungsschicht in München häufig in zu großen Wohnungen lebt. Der Wohnungsmarkt biete für sie jedoch selten eine Alternative oder aber sie müssten einen deutlich höheren Mietpreis für eine kleinere Wohnung zahlen als für ihre aktuelle Wohnung. Währenddessen suchen Familien nach einer größeren Wohnung, da der Platz mit den Kindern mittlerweile zu eng geworden ist. Wie auch bei den älteren Menschen gestaltet sich deren Suche aber häufig als schwierig.

Wohnungstausch als Lösung

Die neu entstehende Wohnungsbörse soll dieses Problem lösen, indem sie beide Wohnungssuchende zusammenführt. Beim Tausch sollen vor allem ältere Mieter Unterstützung erhalten. Im Rahmen dessen zahlt die Stadt die Kosten für den Umzug und stellt bei Bedarf sicher, dass die neue Wohnung barrierefrei umgebaut wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist zudem, dass die Miethöhe gleich bleiben soll. Für die Umsetzung startet die Stadt erst einmal ein Pilotprojekt. Im Rahmen des Projekts wird diese Idee ab nächstes Jahr zuerst bei den beiden städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und Gewofag getestet. Danach ist geplant, dass zusätzliche soziale Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften hinzukommen und in einem weiteren Schritt sollen dann auch Privatvermieter in die Wohnungstauschbörse aufgenommen werden.

Berlin hat bereits Erfahrung mit einer Wohnungstauschbörse gesammelt, jedoch ist der Erfolg bislang überschaubar geblieben: Nach einem Jahr wurden in der deutschen Hauptstadt lediglich 52 Wohnungen getauscht.

Ähnliche Beiträge