Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland blüht weiterhin. Während die Bauaktivität zunimmt, ist es vielerorts dennoch nicht ausreichend, um damit den Bedarf zu decken. Die Lage wird sich laut des dritten Wohnungsmarktberichts von ZBI Immobilien nicht entspannen.

Das Interesse der Investoren reißt nicht ab, was sich in den hohen Umsätzen auf dem deutschen Markt für Wohnimmobilien widerspiegelt. Im Jahr 2018 wurde hierzulande auf dem Transaktionsmarkt für Wohnportfolios ein Umsatz von 18,6 Milliarden Euro erzielt. Den Schwerpunkt legten die Investoren dabei auf die A-Standorte in Deutschland, allerdings gewinnen auch die B-, C- und D-Standorte als alternative Standorte immer mehr an Bedeutung.

Was sowohl das Mietpotenzial als auch das Preispotenzial angeht, so bieten vor allem die B-, C- und D-Standorte noch jede Menge Möglichkeiten. Fast alle analysierten Standorte würden ansprechende Investitionschancen bereithalten.

Weniger Leerstände

Die Bevölkerung wächst und somit auch die Haushaltszahlen. Dadurch werden die regionalen Wohnungsmärkte in Bedrängnis gebracht. Die statistischen Landesämter verzeichneten zwischen 2016 und 2017 im ungewichteten Durchschnitt der sieben A-Städte ein Einwohnerwachstum von 0,7 %. In den sechs B-Städten und den 15 C-Städten hat sich die Zahl der Einwohner durchschnittlich um je 0,6 % erhöht, während die 29 D-Städte einen Anstieg um 0,4 % registrierten.

In den letzten Jahren wurden die Bemühungen erhöht, ein entsprechendes Angebot an Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die Analyse der sieben A-Städte ergab, dass die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Vergleich zum Jahr 2012 in 2017 bereits ein Anstieg um 82,7 % aufwies. Trotz dessen kam die Studie zu dem Schluss, dass die Neubauaktivitäten den Bedarf nicht decken. Deutlich werde dies daran, dass es kaum noch Leerstände gebe. Aber nicht nur die A-Städte, sondern auch in den B- und C-Städten sei der Leerstand teilweise bedenklich niedrig. Während die D-Städte im Vergleich zwar ein größeres Angebot an erhältlichem Wohnraum verzeichneten, sinkt das Gros jedoch auch hier.

Diese Entwicklungen lassen sich in den Kaupreisentwicklungen sowie in den Mietpreisentwicklungen für Wohnraum erkennen. In den A-Standorten werden weiterhin die höchsten Kauf- und Mietpreise erzielt. Aber auch eine ganze Reihe an B-, C- und D-Städte verzeichnen inzwischen eine höhere Wachstumsquote. Somit bieten auch Städte ohne Metropolcharakter interessante Anlagemöglichkeiten.

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