Sommer, Sonne und frische Luft – wenn Sie einen Garten haben, dann nutzen Sie diesen bestimmt schon, sei es zum Grillen, sich mit einem Buch zu entspannen oder sich auf der Liege zu sonnen. Zur Gartennutzung gehört aber auch die regelmäßige Pflege des Gartens und dazu zählt natürlich auch das Unkraut jäten. Wenn Ihre schönen Blumen hinter Unkraut versteckt sind, dann wird es höchste Zeit mit dem Unkraut jäten zu beginnen. Hier verraten wir Ihnen einige Tipps.

Warum ist Unkraut überhaupt ein Problem?

Unkraut ist vielen ein Dorn im Auge und das aus gutem Grund: Es sieht in den meisten Fällen nicht nur sehr unschön aus, sondern sprießt ungewollt genau an den Stellen, an denen bereits Pflanzen und Blumen vorhanden sind, denn sowohl gesäate Blumen und Pflanzen als auch Unkraut fühlen sich dort am wohlsten, wo genügend Licht, Wasser und Nährstoffe vorhanden sind. Da sie die gleichen Bedürfnisse haben, konkurriert das Unkraut mit den Zier- und Nutzpflanzen um die im Boden befindlichen Nährstoffe. Daher werden die gepflanzten Pflanzen und Blumen häufig nicht mehr genügend versorgt und gehen als Folge dessen ein. Außerdem können Schädlinge das Unkraut wählen, um ihre Eier darauf abzulegen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, Unkraut regelmäßig zu entfernen und am besten bevor es in die Höhe schiesst.

Jäten vs. Chemie

Es gibt zwar auch chemische Mittel, die zum Entfernen von Unkraut verwendet werden können. Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte diese Mittel jedoch möglichst vermeiden, da das Risiko besteht, dass sich diese im Garten verbreiten können und aus Versehen eine Gefahr für Kinder und Haustiere darstellen. Wer Obst und Gemüse biologisch anbauen möchte, der verzichtet auf Chemie, damit keine chemischen Wirkstoffe in den Boden eingeführt werden und so in die Wurzeln der Gemüsepflanzen gelangen können.

Beim Jäten auf die Wurzeln achten

Für eine langfristige Abhilfe ist es am besten, das Unkraut mitsamt der ganzen Wurzel zu entfernen. Wird die Wurzel nämlich nicht komplett herausgezogen, wächst das Unkraut nach kurzer Zeit wieder an derselben Stelle, selbst dann, wenn nur ein winziger Rest im Boden verbleibt. Die Wurzelart ist entscheidend dafür, wie einfach sich das Unkraut entfernen lässt. So haben Flachwurzeln, wie Moos und Flechten, eine Wurzeltiefe von nur wenigen Zentimetern und können daher mühelos herausgezogen werden. Bei Faserwurzeln, wie Nelkenwurz, wird es schon schwieriger, da diese bis zu 7 cm Tiefe in der Erde stecken können. Ganz schwierig wird es bei Auslaufwurzeln, deren Wurzeln sich bis zu 15 cm unter der Erde verzweigen können, wodurch ein Entfernen kein Kinderspiel ist, denn diese müssen großflächig ausgegraben werden. Dazu gehören beispielsweise Brennnessel und Quecke. Pfahlwurzeln können sogar eine Wurzeltiefe von rund 60 cm erreichen. Es sind dicke, kräftige Wurzeln, die vertikal in den Boden hineinwachsen und zu deren Seiten kleinere Wurzeln ausgehen können. Zu dieser Spezie gehören beispielsweise der Löwenzahn und die Distel. Versucht man diese aus der Erde zu ziehen, wird die Wurzel abgerissen und es wächst nach kurzer Zeit wieder ein neuer Löwenzahn heran. Aber mit dem richtigen Werkzeug können Sie das Unkraut mitsamt der Wurzel entfernen.

Mit diesem Werkzeug geht es einfacher von der Hand

Je nach Unkrautart gibt es verschiedene Werkzeuge, die sprichwörtlich die Wurzel des Übels beseitigen. Achten Sie darauf, dass Sie diese kindersicher und haustiersicher lagern, denn durch die spitzen Zinken oder scharfen Kanten besteht durch unsachgemäßen Gebrauch Verletzungsgefahr.

Wurzelstecher

Wenn Sie Löwenzahn oder andere Pfahlwurzeln beseitigen möchten, dann greifen Sie zum Wurzelstecher. Wenn Sie dieses Gerät in den Boden stechen, können Sie die Wurzel durch leichte Hebelbewegungen genug lockern, um diese komplett aus dem Boden zu ziehen.

Fugenkratzer

Ein Fugenkratzer eignet sich dazu, die lästigen Unkräuter zu entfernen, die zwischen den Gehwegplatten oder in den Ritzen Ihrer Terrasse wachsen. Sind die Fugen sehr schmal, können Sie auch ein Messer benutzen, um das Unkraut aus der Fuge zu entfernen.

Unkrauthacke

Sie können die Hacke verwenden, um das Unkraut aus dem Boden zu ziehen. Der Vorteil einer Unkrauthacke liegt darin, dass der Boden bei der Verwendung nicht umgewälzt wird und dadurch seine ursprüngliche Schichtung beibehält.

Schuffeleisen

Wenn der Boden eher sandig ist, dann eignet sich ein Schuffeleisen, die auf ähnliche Art und Weise wie eine Hacke verwendet wird. Diese wird jedoch nicht wie eine Hacke in der Erde entlang gezogen, sondern in den Boden gestoßen.

Schaufeln

Wenn Sie es mit einer großen Ansammlung von Unkraut zu tun haben, dann können Sie zur Schaufel greifen, um diese großflächig zu beseitigen. Schaufeln eignen sich auf bei tief sitzenden Wurzeln.

Zusätzliche Tipps

Ist der Boden trocken, dann lässt sich das Unkraut in den meisten Fällen schwerer beseitigen. Aus diesem Grund ist das Jäten in der Regel am einfachsten bei einem feuchten Boden. Sie können daher entweder auf Regen warten oder einfach mit der Gießkanne oder dem Schlauch nachhelfen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nicht zu nass wird, um zu vermeiden, dass zu viel Humus mit dem Unkraut beseitigt wird. Wenn der Humus nass ist, lässt er sich nämlich schwieriger abschütteln.

Wenn Sie das Unkraut jäten, bevor diese Blüten tragen, können Sie vermeiden, dass diese ihr Saatgut verteilen und beugen so neues Unkraut vor.

Beachten Sie beim Jäten einige Schutzmaßnahmen. So sind Gartenhandschuhe und festes Schuhwerk gut geeignet, um sich vor Verletzungen zu schützen. Im Handel sind Gartenkniekissen erhältlich, die genutzt werden können, um Ihre Knie und Gelenke zu schonen.

Vermeiden Sie das Jäten an sehr heißen Sommertagen oder in der Mittagssonne, und vergessen Sie nicht ein Sonnenschutzmittel aufzutragen, um Ihre Haut zu schützen. Auch ein Hut ist empfehlenswert, um einen kühlen Kopf zu bewahren und einen Sonnenstich zu vermeiden.

Vorbeugung

Wenn Ihnen Gartenarbeit nicht liegt oder Sie einfach keine Zeit haben, regelmäßig Unkraut zu jäten, dann können Sie bodendeckende Pflanzen anpflanzen, wie beispielsweise Elfenblumen oder Haselwurz, die sind äußerst robust und häufig immergrün. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Boden mit Rindenmulch abzudecken. Dadurch wird dem Unkraut Licht am Boden entzogen.

Fazit

Jäten ist ein natürliches Mittel, um dem Unkraut den Garaus zu machen. Mit den richtigen Werkzeugen können Sie lästiges Unkraut einfacher bekämpfen und Ihre Pflanzen und Blumen wieder voll zur Geltung bringen.

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