Wohngebäude haben eine erneute Reduzierung der Leerstandsquote verzeichnet. Eine Studie von empirica und CBRE hat ergeben, dass der Leerstand bundesweit bei etwa 608.000 Einheiten liegt, was einer Quote von 2,9 % entspricht, so der Stand von Ende 2017. Im Vergleich zur Analyse des Vorjahres ist das ein Minus von 8.000 Einheiten.

In den sogenannten Schrumpfungsregionen im Osten und Westen ist der Leerstand jedoch in die Höhe geklettert und beträgt aktuell 7,4 % (im Jahr zuvor waren es noch 7,1 %). In den Wachstumsregionen hingegen liegt die Wachstumsquote bei nur 1,9 % (im Vorjahr bei 2 %). Die Städte mit den höchsten Leerstandsquoten sind Pirmasens in Rheinland-Pfalz mit 8,8 % sowie Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern mit 8,6 %. Am niedrigsten ist der Leerstand in München (0,2 %) sowie in Frankfurt, Freiburg und Münster mit jeweils 0,4 %

Insbesondere Leipzig hat seinen Leerstand deutlich verringern können (-4,8 %), gefolgt von Salzgitter (-3,2 %). Die Städte, in denen der Leerstand überdurchschnittlich gestiegen ist, sind Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt (+0,8 %), die beiden Thüringer Städte Gera und Suhl (je +0,6 %), Frankfurt an der Oder (+0,5 %) und das niedersächsische Wilhelmshaven (+0,4 %).

Gemäß der Analyse sollen die Leerstände in den Schrumpfungsregionen ansteigen. Die Prognose lautet, dass die derzeit 300.000 leer stehenden Wohngebäude bis zum Jahr 2022 auf 400.000 in die Höhe klettern. Im Leerstandsindex von empirica und CBRE finden nur marktaktive Bestände Berücksichtigung, was bedeutet, dass die betreffenden Gebäude theoretisch zum Bewohnen geeignet sind und dass es sich somit nicht um verfallene Gebäude handelt.

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