Immobilien sind nach wie vor sehr stark nachgefragt und dies schlägt sich auch auf die Preise nieder. Gerade in den Ballungszentren wird es immer schwerer, Immobilien zu finden, die man sich preislich auch leisten kann. Daher stellt sich die Frage, welche Preise für Immobilien noch in Ordnung sind und wie es bei der Miete aussieht.

Wer in Deutschland auf der Suche nach Wohnraum ist, der muss tief in die Tasche greifen, das ist längst kein Geheimnis mehr. Nun bestätigt dies auch der Angebotspreisindex, der durch empirica für das dritte Quartal des aktuellen Jahres herausgegeben wurde.

Kaufpreise steigen – Mieten bleiben günstiger

Der Index zeigt, dass der Preis der Eigentumswohnungen gegenüber dem vorherigen Quartal um mehr als 2% angestiegen ist. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt der Anstieg mit knapp 1,8% noch darunter. Bei den Wohnungsmieten ist der Anstieg deutlich geringer ausgefallen, diese sind lediglich um 0,9% gestiegen. Interessant ist auch ein Vergleich mit dem Blick etwas weiter zurück in die Vergangenheit. Hier zeigt sich, dass im Vergleich mit dem vergangenen Jahr die Preise für die Eigentumswohnungen um mehr als 7% in die Höhe gegangen sind. Noch beeindruckender ist die Steigerung seit dem Nullpunkt, der im ersten Quartal des Jahres 2004 gesetzt wurde. Bis heute wurde ein Anstieg in Höhe von 33% im Durchschnitt vermerkt. In den größeren Städten liegt der Anstieg sogar bei fast 50%. Auch die Mieten sind seit 2004 deutlich angestiegen, allerdings nicht so stark wie die Kaufpreise. Hier müssen Mieter in den Großstädten ca. 30% mehr bezahlen.

Nach wie vor führt München beim Ranking der Mietpreise die Liste an und das erste Mal wird hier sogar der Durchschnitt überschritten, denn die Preise liegen nun bei mehr als 16 Euro pro Quadratmeter.

Steht die Immobilienblase vor der Tür?

Die erhöhte Nachfrage nach den Immobilien hängt nicht zuletzt auch mit den geringen Zinsen zusammen. Bei einem Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren werden Zinsen in Höhe von rund 1,7% verlangt. Bisher sieht es nicht so aus, als würden die Zinsen in der nächsten Zeit steigen. Dafür steigt aber die Nachfrage nach Immobilien immer weiter an und treibt die Kaufpreise in die Höhe. Gerade in den Großstädten, wie Berlin oder München, ist dies stark zu bemerken. Immer mehr Experten sehen die mögliche Gefahr einer Blase auf das Land zukommen. Das Problem ist, dass der Preisanstieg der Immobilien in keinem Verhältnis zu den steigenden Mieten oder dem Einkommen steht. So weist das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung darauf hin, dass dies die Gefahr einer Blase unterstreichen könnte.

Neben den kritischen Stimmen zeigen sich aber auch nach wie vor die Stimmen, die davon ausgehen, dass mit einer Blase eher nicht gerechnet werden muss. So wird durch die Verbraucherzentrale Bremen mitgeteilt, dass hier bisher keine Aussicht auf Preisrückgänge zu finden ist. Grund dafür, dass die Lage derzeit so stabil ist, sind die sehr guten und sicheren Finanzierungen in Deutschland. Grundsätzlich gilt: Durch die Hilfe von einem Experten ist es möglich, Angebote für die Immobilie zu finden, die den eigenen Preisvorstellungen entsprechen. Es muss nur Geduld aufgebracht werden.

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