Nachdem Justizminister Maas vor knapp einem Monat eine Anpassung der europäischen Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) versprochen hat, wurde der vorgelegte Entwurf nun vom Kabinett passiert.

Kurz vor Weihnachten gibt es also eine gute Nachricht für Häuslebauer, denn in der letzten Kabinettssitzung in diesem Jahr wurden die vonseiten der Finanzwirtschaft kritisierten WIKR-Regeln überarbeitet und entschärft.

Was ändert sich?

Mit dem verabschiedeten Entwurf soll nun die bestehende Rechtsunsicherheit bei der Wohnimmobilienkredit-Vergabe aus dem Weg geräumt werden. Damit soll erreicht werden, dass sowohl Familien als auch ältere Menschen wieder leichter Wohneigentum erwerben können.

Der neue Entwurf erlaubt die Berücksichtigung von Wertsteigerungen, die dank Renovierungen und Umbauten erfolgt sind. Darüber hinaus sieht der neue Gesetzesentwurf vor, dass das Bundesfinanz- und das Justizministerium bestimmte „Leitlinien” festlegen soll, um die Kreditwürdigkeitsprüfung zu ermöglichen. Diese Leitlinien sollen dann Bestandteil einer Verordnung werden, die eventuell im kommenden Jahr erlassen wird. Dabei ist allerdings noch nicht klar, wie die Prüfung einer Anschlussfinanzierung vonseiten der Banken geprüft werden soll.

Rechte der BaFin

Falls eine Immobilienblase eintritt, soll die Bankenaufsicht BaFin weitgehende Rechte zum Eingreifen erhalten. Dieser Plan wird zum Teil aus Reihen der Finanzwirtschaft kritisiert.

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