In dem Bestreben, mehr günstigen Wohnraum zu schaffen, wurde von der Stadt München ein Maßnahmepaket beschlossen, dass unter anderem vorsieht, dass Baugemeinschaften und Genossenschaften eine stärkere Förderung erhalten sollen.

Im Rahmen dieses Pilotprojekts soll Wohnraum geschaffen werden, bei dem die Mietpreise 8 Euro pro Quadratmeter betragen sollen. Im Münchner Westen, genauer im neuen Stadtteil Freiham, sollen bis zu 70 Wohnungen auf einem städtischen Grundstück gebaut werden mit einer Geschossfläche von rund 7.000 Quadratmetern.

Das Grundstück hat ein Erbbaurecht mit einer 80-jährigen Laufzeit. Als Bedingung müssen die Investoren versichern, dass sie bei der Erstvermietung keine höhere Miete als 8 Euro pro Quadratmeter verlangen werden. Zudem gibt es auch eine Begrenzung für spätere Mieterhöhungen. Es soll dabei denjenigen Investoren den Vorzug gegeben werden, die bei der Ausschreibung die günstigsten Mietpreise anbieten können. In der bayerischen Landeshauptstadt beträgt die Nettokaltmiete momentan im Durchschnitt 11,69 Euro pro Quadratmeter.

Wien als Vorbild

Als Vorbild gilt die österreichische Hauptstadt Wien. Dort besteht eine Gebietskategorie, die festlegt, dass die Miete bei zwei Dritteln aller neuen Wohnungen maximal 5 Euro je Quadratmeter betragen darf. In Bayern werde jedoch ein eigenes Modell getestet, da dem österreichischen Modell hierzulande zur Umsetzung die rechtlichen Grundlagen fehlen.

Wohnungsgenossenschaften, Baugemeinschaften oder Mietshäusersyndikate sollen in München zukünftig vermehrt städtische Grundstücke zu einem günstigeren Festpreis erhalten. Bislang mussten Genossenschaften Marktpreise zahlen, die dazu führten, dass eine Menge Projekte unrentabel wurden.

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