Es wird wieder ein gutes Jahr für den deutschen Pflegeimmobilienmarkt. Bis Ende September sind schon 1,4 Mrd. Euro investiert worden und es wird erwartet, dass in diesem Jahr bei Pflegeimmobilien und Seniorenresidenzen ein Transaktionsvolumen von 1,8 Mrd. Euro erreicht wird, so die Prognose des Beratungsunternehmens Cushman & Wakefield. Mit den prognostizierten 1,8 Mrd. Euro für 2018 liegt das Transaktionsvolumen deutlich über dem Durchschnitt im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Eine Ausnahme gab es lediglich im Jahr 2016, als ein Transaktionsvolumen von etwa 3 Mrd. Euro verzeichnet wurde. 

Seit 2009 steigt die Auslastung der Pflegeheime ununterbrochen

In seinem Report „Der Pflegeimmobilienmarkt in Deutschland” hat das Beratungsunternehmen festgestellt, dass die Pflegeheime hierzulande in Bezug auf die Auslastung seit 2009 einen kontinuierlichen Anstieg erleben. Während Heime in privater Trägerschaft zu rund 86 % ausgelastet sind, wird in Heimen, die öffentlich-rechtlich bzw. freigemeinnützig organisiert sind, eine Auslastung von ca. 90 % registriert. So das Ergebnis des Berichts von Cushman & Wakefield.

Nachfrage an Pflegeheimplätzen höher als das Angebot

Die Bevölkerung erreicht ein immer höheres Lebensalter, was zur Folge hat, dass der Bedarf an Pflegeplätzen steigt. Da die Nachfrage höher sei als das Angebot, entstehen immer öfter Wartelisten. Bis zum Jahr 2030 soll es laut den Erwartungen des Unternehmens daher notwendig sein, etwa 320.000 neue Pflegeplätze zu schaffen. Diese Zahl sei nötig, da auch viele der Pflegeheime im Bestand mit den Jahren Verschleißerscheinungen aufweisen und der Instandhaltungsstau dadurch hoch ist.

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