Wer in Bayern ein Haus oder eine Wohnung vermietet, muss sich wieder nach der Mietpreisbremse richten. Die Neufassung ist flächendeckend ab dem 07. August gültig und beinhaltet eine viel größere Zahl an Städten und Gemeinden als vorher.

Der bayerische Ministerrat hat die neue Mieterschutzverordnung beschlossen. Wenn der Abschluss des Mietverhältnisses ab dem 07. August erfolgt, dann hat die neue Mietpreisbremse in Bayern Gültigkeit. Es sind nun 162 Städte und Gemeinden von der Mietpreisbremse betroffen, wodurch die Bremse um 25 Weitere ausgeweitet wurde. Da die vorherige Mietpreisverordnung keine nachvollziehbare Regelung der Kriterien für einen angespannten Wohnungsmarkt aufwies, wurde diese von den Gerichten für ungültig erklärt. Die Neufassung sorge dafür, dass sowohl Vermieter als auch Mieter wieder eine rechtssichere Grundlage erhielten.

Wenn in Regionen, die einen erhöhten Bedarf an Wohnraum aufweisen, neue Mietverträge geschlossen werden, dann darf die neue Miete nicht mehr als 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. So legt es die Neufassung der Mietpreisbremse fest. Außerdem tritt ab dem 07. August die abgesenkte Kappungsgrenze in Kraft. Das bedeutet, dass Vermieter ab diesem Stichtag die Miete in einem Zeitraum von drei Jahren lediglich um bis zu 15 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen dürfen. Bislang war eine Mieterhöhung um 20 % gestattet. Auch Vermieter von möblierten Wohnungen müssen sich an diese neuen Vorschriften halten.

Während in der neuen Liste insgesamt 62 Städte und Gemeinden aufgeführt wurden, die bislang keinen angespannten Wohnungsmarkt verzeichneten, sind 37 Gemeinden nicht länger gelistet.

Ähnliche Beiträge