Ab sofort erhalten Banken die Möglichkeit, das von ihnen verwendete Bewertungssystem, um nachhaltige Bauvorhaben zu finanzieren, von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) abgleichen zu lassen. Ist das Ergebnis der Plausibilitätsprüfung positiv, so erfolgt die Vergabe des Titels „DGNB anerkanntes Nachhaltigkeitsrating”.

Nach Angaben der DGNB spielt die Bau- und Immobilienwirtschaft eine bedeutende Rolle, um die globalen Klimaschutzziele umzusetzen. Für eine gezielte Investition sowohl in den Neubau als auch in die Sanierung nachhaltiger Gebäude benötigen private Bauherren die entsprechenden Kreditmittel.

Kreditnehmer erhalten eine verbesserte Transparenz

Bislang nutzen die Banken, die nachhaltiges Bauen fördern, hauseigene Systeme, um die Bauvorhaben zu bewerten. Inhaltlich sind diese Bewertungen in vielen Fällen von den Anforderungen losgelöst, die das DGNB-System im Rahmen der Gebäudezertifizierung verwendet.

Die Faktoren, die bewirken, ob wirksamere Bedingungen vorhanden sind, um ein nachhaltiges Bauvorhaben zu finanzieren, sollten für Bauherren nach Möglichkeit Transparenz und Nachvollziehbarkeit aufweisen, so die Forderung der DGNB.

Aus diesem Grund sollten sich Kreditinstitute nach Standards richten, die in der Praxis erprobt sind und diese als alternativen Nachweis akzeptieren. Hier soll das Anerkennungsverfahren von Nachhaltigkeitsratings ansetzen. Dadurch soll der Kreditnehmer in der Lage sein zu erkennen, dass eine Orientierung an die DGNB-Richtlinien letztlich zu einem positiven Kreditbescheid führt.

Das DGNB-Zertifikat ist nicht vorgeschrieben

Eine direkte Empfehlung für ein Kreditinstitut wird durch die Anerkennung nicht ausgesprochen. Stattdessen wird auf unabhängige Weise verifiziert, dass im Rahmen eines individuellen Ratingverfahrens mit vergleichbaren Bewertungsmaßstäben dieselben Kriterien in Betracht gezogen werden wie bei der Zertifizierung durch die DGNB. Die UmweltBank AG ist die erste Bank, die ein von der DGNB anerkanntes Nachhaltigkeitsrating erhalten hat.

Ähnliche Beiträge