Nach Angaben des Mieterbundes sind im Jahr 2018 weniger Streitigkeiten zwischen Wohnungsmieter und deren Vermieter vor Gericht gelandet als noch in 2017. Währenddessen nahm allerdings die Zahl der Gerichtsverfahren deutlich zu, bei denen es um Mieterhöhungen ging.

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts mussten sich die Amts- und Landgerichte im vergangenen Jahr mit 225.235 Mietrechtsprozessen beschäftigen, das entspricht rund 1.700 Gerichtsverfahren weniger.

Mietvertragsverletzungen häufigster Streitpunkt vor Gericht

Der Deutsche Mieterbund (DMB) zeichnet auf, um welche Art von Streitigkeiten es sich bei den Prozessen handelt. Im Rahmen dessen kommt der DMB zu dem Schluss, dass ein deutlicher Anstieg der Verfahren zu verzeichnen ist, bei denen es um Mieterhöhungen geht, bei denen auf die ortsübliche Vergleichsmiete verwiesen wird. Den Zahlen zufolge ging es in mehr als jedem fünften Mietrechtsverfahren um diesen Punkt, nämlich in 21,3 % der Fälle, während dies ein Jahr davor nur in 16,6 % der Prozesse Thema war. Am häufigsten stritten sich Mieter und Vermieter um Verstöße gegen Mietverträge, denn dieses Thema war mit 26,8 % Spitzenreiter bei den Mietrechtsprozessen. An dritter Stelle lag das Streitthema Betriebskosten mit 18,1 %.

Zudem gaben auch die Mietervereine an, dass das Thema Mieterhöhungen in 2018 vermehrt Gegenstand ihrer Rechtsberatungen war im Vergleich zu 2017. So verzeichneten die Mietervereine, dass Mieterhöhungen einen Anteil von 12,8 % an den gesamten Rechtsberatungen haben. Häufigster Streitpunkt waren laut den Mietervereinen mit 32,6 % die Betriebskosten und danach folgten Wohnungsmängel mit 19,1 %.

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