Eine Umfrage der ZIA hat ergeben, dass hierzulande mehr Menschen glauben, dass bezahlbarer Wohnraum schneller durch Investoren geschaffen werden kann als durch den Staat. So wünschen sich 55,9 % der Befragten, dass private Investoren eine aktivere Rolle einnehmen sollen, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, während nur rund 31 % der Umfrageteilnehmer ihr Vertrauen hierfür stattdessen in den Staat legt. Präsentiert wurden diese Umfrageergebnisse am Tag der Immobilienwirtschaft am 27. Juni, der in Berlin stattfand.

Die Durchführung übernahm das Unternehmen Civey und im Rahmen der Umfrage wurden Anfang Juni rund 2.500 Menschen befragt. Die ZIA-Umfrage kann als repräsentativ angesehen werden.

Mit 46 % der Befragten glaubt etwas weniger als die Hälfte, dass der Mietendeckel zur Folge hat, dass Investitionen in den Wohnungsbau abnehmen, während rund ein Drittel der Ansicht ist, dass der Deckel keinen Einfluss hat und 20 % der Teilnehmer unentschieden sind.

Die Frage, ob es ein adäquates Mittel sei, private Wohnungsunternehmen zu enteignen, wurde von 63 % der Umfrageteilnehmer mit Nein beantwortet, während fast 28 % dies jedoch als geeignete Maßnahme ansahen (knapp 9 % waren unentschieden).

ZIA spricht sich dafür aus, dass die Privatwirtschaft und die öffentliche Hand zusammenarbeiten. Viele Maßnahmen werden benötigt, damit der Bau schneller und kostengünstiger vorankomme. Zu den von der ZIA geforderten Maßnahmen gehört die Einführung einer digitalen Bauakte sowie einer einheitlichen Bundesbauordnung. Zudem solle eine Vereinfachung des Baurechts durch eine Muster-Hochhausrichtlinie erfolgen. Des Weiteren sei laut ZIA eine Erhöhung der linearen Sonderabschreibung bei Neubau sowie eine Senkung der Grunderwerbsteuer wichtig.

Energiesparen

Die Mehrheit der Befragten (60 %) glaubt, dass Energiesparen in den eigenen vier Wänden dazu beitragen kann, die von der Bundesregierung vorgegebenen Klimaschutzziele zu verwirklichen. Ein regelmäßiger Heizungscheck wird jedoch nur von 47,2 % der Befragten durchgeführt, um die Energiekosten gering zu halten.

Von den Teilnehmern können sich 48,9 % vorstellen, zur Reduzierung ihrer Energiekosten digitale Hilfsmittel (wie beispielsweise Smart Home Produkte oder Apps) zu verwenden, während dies für 38,3 % der Befragten wohl nicht in Frage kommt.

Auf die Frage, welche staatlichen Maßnahmen am effektivsten seien, damit Unternehmen klimaverträglicher handeln, befanden 31,8 % der Befragten, dass höhere Abgaben für Schadstoffemissionen das geeignetste Mittel sei. Dies war laut der Umfrage das Mittel, das am meisten Zustimmung fand, gefolgt von steuerlichen Vorteilen bei geringen Emissionen (25,2 %). Nur 5,1 % der Befragten befanden, dass mehr Förderhilfen für die Energiewende das beste Mittel sei, um die Unternehmen zum Klimaschutz anzuspornen.

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