Von steigenden Baupreisen über ein Genehmigungsplus im Geschosswohnungsbau bis hin zur Entwicklung des Sozialwohnungsbaus, hier haben wir einen kurzen Überblick der aktuellen Immobilienachrichten für Sie.

Anstieg der Baupreise

Konventionelle Wohngebäude verzeichnen höhere Baupreise. Der Mai 2018 hat verglichen mit dem Mai des Vorjahres einen Anstieg der Baupreise um 4,1 % verzeichnet. Gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamts war es das höchste Plus seit November 2007.

In Bezug auf Rohbauarbeiten kletterten die Preise um 4,6 % in die Höhe, für Zimmer- und Holzbauarbeiten mussten 4,3 % mehr auf den Tisch gelegt werden und die Preise für Instandhaltungen stiegen um 3,8 %. Auch die Neubaupreise für Bürogebäude und Betriebsgebäude mit gewerblicher Nutzung sind teurer geworden, nämlich beide um 4,1 % und auch der Straßenbau ist um 5,6 % gestiegen. In einer vom Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) durchgeführten Mitgliederumfrage stellte sich heraus, dass von den befragten Unternehmen 76 % angaben, dass sich die Suche nach Fachplanern und Baufirmen zunehmend schwierig gestaltet.

Mehr genehmigte Geschosswohnungen

In Deutschland ist die Zahl der Genehmigungen im Geschosswohnungsbau von Januar bis Mai 2018 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 8,3 % angestiegen. So gab es gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamts rund 72.000 Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dahingegen sind 2,1 % weniger Einfamilienhäuser und 2,3 % weniger Zweifamilienhäuser genehmigt worden. Insgesamt wurden 139.586 neue Wohneinheiten genehmigt – es ist noch ein langer Weg, um die Zielvorgabe der Bundesregierung von 1,5 Millionen neue Wohnungen in vier Jahren zu erreichen.

Sozialwohnungsbau kommt kaum voran

Der Bund hatte die finanziellen Mittel für den Sozialwohnungsbau zwar auf 1,5 Milliarden aufgestockt, dennoch sind gegenüber dem Vorjahr lediglich 1.681 neue Sozialwohnungen entstanden. In Deutschland gab es Ende 2016 etwa 1,27 Millionen gebundene Sozialwohnungen, was einer Quote von rund 6 % des gesamten Bestandes an Mietwohnungen entspricht. Jedoch sind innerhalb eines Jahres etwa 62.500 Wohnungen aufgrund von abgelaufenen Fristen aus der Bindung gefallen, wodurch das Plus den Schwund an Sozialwohnungen nicht decken kann. Auch in 2019 sollen die Länder vom Bund Fördermittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro erhalten und 2020 und 2021 insgesamt nochmals 2 Milliarden Euro.

Ähnliche Beiträge