Es wird erwartet, dass Deutschland bis zum Jahr 2020 seine Klimaschutzziele nicht erreichen wird. Dies ist das Ergebnis des von der Bundesregierung vorgelegten Klimaschutzberichts 2017. Das eigentliche Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 % verglichen mit dem Basisjahr 1990 zu reduzieren. Es sieht aber danach aus, als wenn diese Werte nur um 32 % verringert werden können.

Die Mehrzahl der zentralen politischen Maßnahmen, die von der Regierung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen angestrebt werden, bringen nicht das gewünschte Resultat. Auch die Teilpläne der Wohnungswirtschaft und der Immobilienwirtschaft zeigen nicht die erhoffte Wirkung. Bis zum Jahr 2020 sollte mit den beiden Plänen „Aktionsplan Energieeffizienz” und „Energieeffizienz Gebäude” die CO2-Einsparung 25 Mio. bis 30 Mio. Tonnen betragen. Erwartet wird aber, dass es lediglich zwischen 19 Mio. bis 26. Mio. Tonnen sein werden. Auch die Methode „Klimafreundliches Bauen und Wohnen” liefere nicht die erhofften Ergebnisse. 5,7 Mio. bis 10 Mio. Tonnen CO2-Einsparung sollten es werden — so die Hoffnung — jedoch werden nach den neuesten Berechnungen voraussichtlich nur zwischen 3,2 Mio. bis 3,8 Mio. eingespart werden können.

Gemäß den Angaben der Bundesregierung habe sowohl die Entwicklung des Wirtschaftswachstums als auch der Bevölkerungszahl die Erwartungen übertroffen, was einen negativen Effekt auf die Einsparbilanz zur Folge habe. Als langfristiges Ziel will die Bundesregierung einen klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Um einen gültigen Überblick darüber zu erhalten, wie die aktuelle Lage aussieht, wird gegenwärtig eine Erhebung durchgeführt. Besondere Beachtung erhalten im Rahmen dieser Erhebung die Nichtwohngebäude. Laut der Planung sollen dabei rund 100.000 Gebäude erfasst werden.

Ähnliche Beiträge