Mehr als 50 Milliarden Euro soll das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzpaket bis zum Jahr 2023 umfassen. Davon soll ein Teilbetrag dafür verwendet werden, um hierzulande den Klima-Fußabdruck der Gebäude zu verbessern. Es soll Aufgabe eines Expertenrats sein, die Einhaltung der beschlossenen Minderungsziele einer Prüfung zu unterziehen.

Anhand eines Emissionshandels mit Zertifikaten soll erreicht werden, dass das klimaschädliche Treibhausgas CO2 ab 2021 sowohl im Verkehrssektor als auch im Gebäudesektor verringert wird. Jedes Jahr soll untersucht werden, ob die Ziele tatsächlich erreicht werden. Der CO2-Preis soll zu einer Verteuerung von fossilen Brennstoffen wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas führen. Für den Gebäudesektor ist die Einführung einer zusätzlichen Steuerförderung für energetische Gebäudesanierungen geplant, wenn das Eigentum selbst genutzt wird. Eine Bundesförderung für effiziente Gebäude soll außerdem für eine Bündelung der investiven Förderprogramme sorgen, die bereits vorhanden sind. Auch soll es in Zukunft eine Förderung für die serielle Gebäudesanierung geben. Wie genau diese Förderung aussehen soll, ist jedoch noch nicht bekannt.

Einbau von Ölheizungen soll verboten werden

Ab 2025 soll es nicht mehr erlaubt sein Ölheizungen einzubauen. Das Verbot soll allerdings zeitgleich mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 40 % für den Kauf von emissionsarmen Heizungsanlagen einhergehen. Eine Senkung der Stromkosten für Verbraucher erwartet die Regierung durch eine Reduzierung der EEG-Umlage pro Kilowattstunde ab dem Jahr 2021.

Erhöhung des Wohngeldes

Damit die durch die CO2-Bepreisung entstehenden höheren Energiepreise keine großen sozialen Härten nach sich ziehen, sollen diese durch eine Erhöhung des Wohngeldes um 10 % abgefedert werden. Daneben soll es auch eine Prüfung von Mietrechtsänderungen geben, nach denen die Umlagemöglichkeit der CO2-Bepreisung beschränkt werden sollen. Dadurch sollen Vermieter motiviert werden, in klimaschonende Heizungssysteme und energetische Sanierungen zu investieren.

14 % der Emissionen stammen von Gebäuden

In Deutschland machen Gebäude 14 % der CO2-Emissionen aus. Nach Angaben des Bundes sind das rund 120 Millionen Tonnen jährlich. Die Zielsetzung der Bundesregierung ist eine Reduzierung dieser Zahl auf 72 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2030. Aktuelle Kalkulationen zeigen, dass die bisherige Politik jedoch nur eine Reduktion der CO2-Emissionen auf rund 90 Millionen Tonnen CO2 schaffe.

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