Der Property Index vom Beratungsunternehmen Deloitte für den europäischen Wohnimmobilienmarkt zeigt, dass Deutschland in Sachen Kaufpreiswachstum nicht länger Spitzenreiter ist.

Den Spitzenplatz in Bezug auf das Wachstum der Kaufpreise nimmt nun Tschechien mit 16,8 % ein, gefolgt von Ungarn mit 13,7 %. Auf dem dritten Platz liegen die Niederlande mit 9,3 %. Währenddessen verzeichnet Deutschland 5 % und liegt somit fast auf gleicher Höhe mit Spanien und Dänemark, die je 5,1 % verzeichnen.

Die absoluten Kaufpreise liegen zwischen 1.088 Euro pro Quadratmeter in Portugal bis zu 4.000 Euro pro Quadratmeter in Norwegen und Frankreich. In Deutschland liegen die Quadratmeterpreise im Durchschnitt bei 3.405 Euro und haben somit im Jahresvergleich ein geringes Plus verzeichnen können. Im Länderranking liegt Deutschland mit diesem Wert im gehobenen Mittelfeld. Für das Ranking wurden die Angebotspreise miteinander verglichen.

Deutschland und Frankreich haben die höchsten Wohnungsbestände

Die europäischen Länder mit den meisten Wohneinheiten sind Deutschland mit 42,2 Millionen Einheiten sowie Frankreich mit 35,41 Millionen Einheiten. Dabei weist Frankreich eine Quote von 528,5 Wohnungen je 1.000 Einwohner auf, dicht gefolgt von Deutschland mit 509 Wohnungen je 1.000 Einwohner. Untersucht wurden 16 europäische Länder.

Im Vergleich bietet Deutschland bezahlbare Eigentumswohnungen

Es wurde außerdem untersucht, wie bezahlbar die Wohnimmobilien in den verschiedenen EU-Ländern sind. Dafür wurde die Relation von Preisen und dem Einkommen in den einzelnen Ländern unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. Das Ergebnis: In Deutschland ist eine 70 Quadratmeter große Wohnung für durchschnittlich fünf Bruttojahreseinkommen zu erwerben, während Wohnungskäufer in Großbritannien ganze 9,4 Jahresgehälter auf den Tisch legen müssen. Den höchsten Wert weist Osteuropa auf: In Tschechien müssen Käufer ihr Bruttojahreseinkommen 11,2 Jahre lang sparen, um eine Wohnung kaufen zu können.

Hierzulande sind die Mietpreise relativ günstig

In den von Deloitte untersuchten europäischen Ländern ist das Mietspektrum groß. Während in der kleinen ungarischen Universitätsstadt Debrecen die Miete bei durchschnittlich 6,4 Euro pro Quadratmeter liegt, müssen Mieter in Paris ganze 27,8 Euro pro Quadratmeter zahlen, wodurch die französische Hauptstadt bei den Mietpreisen den ersten Platz einnimmt. Berlin zeichnet sich mit 7,3 Euro pro Quadratmeter durch vergleichsweise moderate Mietpreise aus. Ein wenig teurer sind die Mietpreise in Frankfurt mit 8,4 Euro pro Quadratmeter und in Hamburg mit 8,6 Euro je Quadratmeter. In München kostet der Quadratmeter dagegen bereits 10,5 Euro. Verglichen mit den europäischen Städten weist Deutschland im Durchschnitt ein niedriges Mietpreisniveau in den Städten auf.

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