In Deutschland sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres über 1,6 Milliarden Euro in gebaute bzw. geplante Mikroapartmenthäuser sowie Studentenwohnheime investiert worden. Das entspricht einem Anstieg von 224 % im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Diese Zahlen stammen vom Maklerhaus CBRE.

Einen geringeren Anstieg gab es hingegen bei den verkauften Kleinstwohnungen und deren Wohnfläche. Insgesamt wurden 8.800 Einheiten mit einer Wohnfläche von 277.000 qm verkauft, das entspricht einem Plus von 110 % Einheiten, während die Wohnfläche um 118 % gestiegen ist. Dies wird als Hinweis darauf gewertet, dass die Mikro-Preise deutlich in die Höhe geklettert sind. An erster Stelle stehen in der Transaktionsliste die von der Corestate per Forward-Deal erworbenen fünf Mikrowohnungsprojekte. Laut Angaben von Corestate werden diese Häuser einen Wert von insgesamt 670 Millionen Euro haben, sobald diese fertiggestellt werden. Den zweiten Platz belegt der Verkauf von vier Studentenwohnanlagen, die für die Summe von 330 Millionen Euro den Eigentümer gewechselt haben. Erworben wurden diese Immobilien durch die britische Global Student Accomodation (GSA) und deren Partner, der Staatsfonds von Singapur (GIC).

Transaktionsvolumen von über 2 Milliarden Euro für 2018 erwartet

Gemäß Schätzungen von CBRE liegt die Spitzenrendite im Durchschnitt bei 3,75 %. Ein eindeutiger Renditeverlust (50 Basispunkte verglichen mit dem selben Zeitraum des Vorjahres) sei insbesondere bei Bestandsimmobilien zu beobachten, die sich in guten Lagen befinden. Bei Forward-Deals falle der Renditeverlust dahingegen laut CBRE geringer aus.

CBRE erwartet, dass das Transaktionsvolumen für das Jahr 2018 die Zwei-Milliarden-Euro-Marke knacken wird. Das Transaktionsvolumen von 1,6 Milliarden Euro, das für das erste Halbjahr 2018 verzeichnet wird, bildet einen Anteil von 15 % des gesamten Transaktionsvolumens von 10,6 Milliarden Euro.

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