Für das Jahr 2019 registrierte Hessen den Abschluss von rund 62.000 Kaufverträgen, sowohl für bebaute als auch für unbebaute Grundstücke. Zu dieser Schätzung kommt die Zentrale Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH), nachdem es 85 % der Verträge ausgewertet hat, die durch die Ausschüsse eingegangen sind. Dies entspreche im Vergleich zu 2018 einer Reduzierung der Verträge um etwa 8 %. Nach Ansicht der ZGGH könne der Nachfrageüberschuss durch die Baubranche größtenteils nicht gedeckt werden.

Weiterhin in die Höhe geklettert sind in Hessen hingegen die Immobilienpreise. Im hessischen Süden lag der durchschnittliche Preis für ein frei stehendes Einfamilienhaus in 2019 bei 427.000 Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 35.000 Euro entspricht. Auch die Preise für Eigentumswohnungen sind um 650 Euro pro Quadratmeter gestiegen und betragen derzeit 4.950 Euro pro Quadratmeter. Auch im Norden Hessens, wo traditionell günstigere Wohnimmobilien zu haben sind, wurde ein Anstieg der Preise verzeichnet. Während ein frei stehendes Einfamilienhaus dort in 2018 noch 192.000 Euro kostete, lag der Durchschnittspreis in 2019 bereits bei 211.000 Euro. Neue Eigentumswohnungen stiegen von 2.950 Euro pro Quadratmeter im Jahre 2018 auf 3.100 Euro pro Quadratmeter in 2019.

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