Am 31.07.2019 wurde vom Bundeskabinett der Beschluss getroffen, dass neue Maßnahmen in die Wege geleitet werden sollen, um Geldwäsche und Terrorismusförderung besser zu verhindern und zu bekämpfen. Durch diesen Beschluss wird auch die Immobilienbranche stärker in die Pflicht genommen.

Laut Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sei Geldwäsche hierzulande ein Problem, das sehr ernst genommen werden müsse. Außerdem sei es erforderlich, den Immobilienmarkt diesbezüglich genauer zu prüfen. Die Zahl der Berufsgruppen, die durch den Beschluss in die Pflicht genommen werden, vergrößert sich. Immobilienmakler gehören nun dazu, aber auch andere Berufsgruppen wie Edelmetallhändler, Finanzdienstleister und Auktionshäuser. Diese sind fortan zur Meldung von Verdachtsfällen auf Geldwäsche verpflichtet und müssen Vorsorgemaßnahmen gegen Geldwäsche treffen.

Das Transparenzregister besteht seit 2017 und soll nun für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das bedeutet, dass künftig kein berechtigtes Interesse nachgewiesen werden muss. Aufgrund aktueller Verdachtsfälle auf Geldwäsche und größerer Risiken der Geldwäscherei in dieser Branche sieht der Gesetzentwurf zudem eine Konkretisierung der Meldepflicht bei Verdachtsfällen für freie Berufe bei Immobiliengeschäften vor.

Ähnliche Beiträge