Eigentlich sollte der Steuerbonus für Gebäudesanierungen eine zentrale Maßnahme im Kampf für den Klimaschutz darstellen. Doch jetzt hat sich der Koalitionsausschuss gegen das milliardenschwere Projekt entschieden.

Bereits im Dezember 2014 hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, den Steuerbonus zu gewähren. Trotz der mehrheitlichen Übereinkunft, wurde das Vorhaben jetzt von der Koalition abgewiesen. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat laut Nachrichtenagentur dpa verkündet: „Über eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung konnte im Koalitionsausschuss keine Einigung erzielt werden.“

Rückwirkende Förderung war geplant

Wäre es zu einer Einigung gekommen, so hätten Hausbesitzer einen Teil ihrer Sanierungskosten von der Steuer absetzen können. Zwischen 10 und 25 Prozent hätten geltend gemacht werden können und das sogar rückwirkend ab Januar 2015. Ziel war es, alte Fenster sowie Heizkessel auszutauschen und das Haus besser zu dämmen, um das Klima zu schützen. Der Steuerbonus hätte Bund und Länder jährlich rund eine Milliarde Euro gekostet.

CSU-Chef Seehofer offenbar gegen Steuerbonus

Die Einigung scheiterte wohl an CSU-Chef Horst Seehofer, der sich gegen den Steuerbonus aussprach. Grund hierfür war, dass der Handwerkerbonus zurückgeschraubt werden sollte. Demnach hätten nur noch Handwerksleistungen bei der Steuer geltend gemacht werden können, die über einer Grenze von 300 Euro lagen.

Oppermann betonte jedoch, dass das Wirtschaftsministerium bereits weitere Maßnahmen prüfe, die alternativ eingesetzt werden könnten. Vor allem seien hier Erhöhungen der KfW- Zuschussprogramme im Gespräch. Bis es in diesem Fall zu einer Einigung kommt, bleiben die steuerlichen Regelungen jedoch erstmals wie gehabt bestehen.

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