Die Energie-Einsparverordnung (ENEV 2014) wird bald ein Jahr alt – damit endet die Schonfrist für Hausverkäufer und Makler. Wer ab dem 1. Mai 2015 keine energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis preisgibt, kann mit Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro belegt werden. 

Der Energieausweis ist seit sieben Jahren Pflicht, der Ausweis der energetischen Eckdaten seit letztem Jahr freiwillig – doch noch nicht alle Hausverkäufer und Makler beachten die neuen Auflagen der Energie-Einsparverordnung 2014, weshalb diese noch mal verschärft wurden.

Pflichtverletzungen im Umgang mit dem Energieausweis werden ab dem 1. Mai 2015 teuer, denn ähnlich wie bei der Pflicht veraltete Heizkessel zu erneuern, drohen empfindliche Strafen: bis zu 15.000 Euro können als Bußgeld auferlegt werden. Ziel dieser Änderung ist es, jedem potentiellen Hauskäufer die Möglichkeit zu geben, sich umfassend über den energetischen Zustand der Immobilie zu informieren.

Pflichten für Hausbesitzer

Daher sind Hausverkäufer in der Pflicht,

  • vor dem Verkauf über alle energetischen Kenndaten zu informieren.
  • spätestens bei der Besichtigung älterer Immobilien einen gültigen Energieausweis vorzulegen und bei Vertragsabschluss zu übergeben.
  • das Dokument bei modernisierten und neugebauten Häusern bei der Übergabe auszuhändigen.

Sollte Ihnen der Energieausweis noch fehlen, sind jetzt also noch knapp vier Wochen Zeit, um das Dokument zu beantragen.

Pflichten für Makler

Makler müssen bereits bei der Anzeigenschaltung über

  • Baujahr des Hauses,
  • die Art des Energieausweises,
  • die Energieeffizienzklasse,
  • Bedarfs- und Verbrauchswerte und
  • Energieträger der Heizung

informieren. Bei der Besichtigung des Hauses muss der Energieausweis potenziellen Kauf– und Mietinteressenten vorgelegt werden.

Ähnliche Beiträge