Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017 hat sich die Zahl der Zwangsversteigerungen um 7,4 % reduziert. In diesem Jahr wurden in den ersten sechs Monaten 11.836 Immobilien aufgerufen, die einen Verkehrswert von 2,11 Milliarden aufweisen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag diese Zahl noch bei 14.157 Einheiten. Diese erzielten ein Transaktionsvolumen von 2,28 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 15,5 % entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftsverlag Argetra.

Es fanden rund 12.000 Termine statt und die Verkehrswerte haben sich dabei um etwa 170 Millionen Euro reduziert. Ein Plus registrierten dahingegen Teilungsversteigerungen, die sich von 13 % in 2017 auf 17 % erhöht haben. Bei Teilungsversteigerungen handelt es sich um Versteigerungen, bei denen die Eigentümergemeinschaft aufgelöst wird, wie aus Scheidungen und Erbauseinandersetzungen.

Bei Zwangsversteigerungen liegt Nordrhein-Westfalen oben auf

Die meisten Zwangsversteigerungen gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. In diesem Bundesland beträgt der Anteil am bundesweiten Zwangsversteigerungsmarkt 25 %. Während es in Bayern 16 Termine zur Zwangsversteigerung gab, fanden in Sachsen-Anhalt 61 Termine statt, und obwohl dies ein Minus von 10 % entspricht, ist es dennoch noch immer beinahe das Vierfache verglichen mit Bayern. Wohnimmobilien bilden mit 68 % weiterhin die Immobilienarten, die am meisten versteigert werden, wobei Ein- und Zweifamilienhäuser den Großteil ausmachen, gefolgt von Eigentumswohnungen.

Hamburg weist die höchsten Verkehrswerte auf

Hamburg registriert mit 700.000 Euro die höchsten Verkehrswerte und liegt somit im bundesweiten Vergleich oben auf. Die geringsten Verkehrswerte erzielte Sachsen-Anhalt mit einem Wert von 64.700 Euro. In Deutschland liegt der Gesamtdurchschnitt bei 177.000 Euro, während es ein Jahr zuvor noch 160.700 Euro waren.

Es landen jedoch nur rund die Hälfte aller eröffneten Zwangsversteigerungsverfahren vor Gericht, denn die andere Hälfte wird vorher freihändig verkauft.

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