Die Installation von einheitlichen Rauchwarnmeldern darf von einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) beschlossen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob einzelne Eigentümer in der WEG bereits eigene Rauchmelder installiert haben, denn diese sind trotzdem verpflichtet, sich an den Kosten für die Installation und die Wartung der gemeinschaftlichen Geräte zu beteiligen. So hat es nun der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Somit sind die Eigentümer in Nordrhein-Westfalen mit ihrer Klage gescheitert. Da der Einbau von Rauchwarnmeldern in diesem Bundesland Pflicht ist, gab es in 2015 den WEG-Beschluss, dass Rauchmelder im Nachhinein in allen Wohnungen installiert werden sollen. Mit der Installation sollte eine Fachfirma beauftragt werden, die ebenso die Kontrolle und Wartung der Geräte übernehmen sollte. Bezahlt werden sollte dies aus der Instandhaltungsrücklage und den Umlagen, allerdings waren die Kläger damit nicht einverstanden, da sie schon Rauchmelder installiert hatten. Sie klagten und in letzter Instanz wurde ihre Klage vom BGH abgewiesen.

Lösung „aus einer Hand” am Sichersten

In dem Urteil vom 07. Dezember 2018 argumentierten die BGH-Richter, dass die Lösung „aus einer Hand” sowohl zur Sicherheit aller Eigentümer beitrage als auch versicherungsrechtliche Risiken verringere sowie den Mehraufwand begrenze, den die Verwaltung hat, wenn sie die Erfüllung der gesetzlich verankerten Pflichten in Bezug auf den Einbau und der Wartung überprüft. Somit stelle die Gesamtlösung für eine WEG nach Auffassung der BGH-Richter die „praktikabelste und sicherste” Lösung dar.

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