Das Urteil wurde bereits am 03. August 2016 vom Bundesfinanzhof (BFH) gesprochen, aber erst am 07.12.2016 öffentlich bekannt gegeben.

Wenn Sie als Vermieter eine Küche in Ihre vermietete Wohnung einbauen, können Sie die Kosten dafür laut dieses Urteils nicht sogleich absetzen. Vielmehr fällt eine Einbauküche unter die Absetzung für Abnutzung (kurz AfA).

Was bedeutet Absetzung für Abnutzung (AfA)?

Unter Absetzung für Abnutzung versteht man die Wertminderung eines Wirtschaftsguts im Laufe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Da eine Einbauküche ein abnutzbares Anlagevermögen ist, muss der Wertverlust steuerlich geltend gemacht werden, und zwar in Form einer betrieblichen Abschreibung.

Einbauküche muss linear abgesetzt werden

In einer vermieteten Immobilie fällt eine Einbauküche nicht unter die Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung und kann daher nicht sofort abgezogen werden. Der Bundesfinanzhof hat vielmehr entschieden, dass die Anschaffungskosten der Einbauküche über einen Zeitraum von zehn Jahren als Absetzung für Abnutzungen linear abgeschrieben werden müssen. Die lineare Abschreibung bedeutet, dass die Höhe der Jahresbeträge in diesem Zeitabschnitt konstant bleibt.

Tipp: Bevor Sie eine Modernisierungsmaßnahme vornehmen, ist es empfehlenswert, sich steuerlich beraten zu lassen.

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