Mieter und Vermieter gehen immer seltener gerichtlich vor. Dies ist das Ergebnis der Prozessstatistik, die der Deutsche Mieterbund (DMB) jedes Jahr veröffentlicht.

Das Jahr 2017 hat erneut eine Abnahme der Wohnraummietrechtsverfahren verzeichnet. Vermieter und Mieter zogen 226.933 mal vor Amts- und Landgerichte und somit gab es rund 20.000 Gerichtsprozesse weniger als noch im Jahr zuvor (2016 waren es 246.000 Prozesse). Schon seit dem Jahr 1996 nimmt die Zahl der Prozesse ununterbrochen ab und ist insgesamt um über ein Drittel gesunken, so die Analyse des Statistischen Bundesamts.

Die Top 3 Streitthemen

Laut dem Deutschen Mieterbund gab es in Bezug auf die Streitthemen keine großen Veränderungen. So nimmt Streit über Mietverträge mit 27,4 % den Spitzenplatz ein. Ein wenig seltener wird über das ewige Streitthema Betriebskosten gestritten, das in 2017 auf dem zweiten Platz landete. Rang drei nahm, wie auch im Jahr zuvor, das Thema Mieterhöhung ein mit 16,6 % der Fälle. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das für das Jahr 2017 ein Minus um 0,7 %. Eine marginale Steigerung gab es laut der DMB-Erhebung in den Bereichen Eigenbedarf und fristlose Kündigung.

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