Gebäudesektor bleibt hinter den Klimaschutzzielen 2030 zurück

Die Bundesregierung wird ihre Ziele zum Klimaschutz nicht wie geplant bis zum Jahr 2030 erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hat. Verfehlt werden diese Ziele insbesondere im Bereich Verkehr sowie im Gebäudesektor.

Das Öko-Institut erwartet, dass Gebäude im Jahr 2030 noch für 87 Mio. t Treibhausgase verantwortlich sein werden. Somit würden die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes um 17 Mio. t Treibhausgase überschritten. Alles in einem wird damit gerechnet, dass der Ausstoß in Deutschland bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 51 % reduziert wird. Das Ziel der Bundesregierung ist jedoch eine Reduzierung um 55 %.

Ein Entwurf des Gebäudeenergiegesetz (GEG) wurde bereits vom Bundeskabinett verabschiedet, der allerdings noch den Bundestag passieren muss. Laut den Wissenschaftlern spiele dieses Gebäudeenergiegesetz zwar eine große Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele, jedoch sei es damit nicht getan. Daher fordern sie unter anderem eine Verschärfung der Energieeinsparverordnung.

Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien nimmt ab

Letztes Jahr gab es in ganz Deutschland 17.614 Immobilien, die zu Zwangsversteigerungen aufgerufen wurden.

Ein Jahr zuvor lag die Anzahl der Zwangsversteigerungstermine noch bei 21.600. Hierzulande nimmt die Zahl der Zwangsversteigerungstermine somit schon seit mehreren Jahren stetig ab. Verglichen mit 2018 entspricht dies einer Reduzierung um rund 11 %. Gründe hierfür seien laut dem Wirtschaftsverlag Argetra sowohl die hohe Immobiliennachfrage als auch die Niedrigzinsen. Da jedoch für rund 50 % der Immobilien bereits auf dem freien Markt ein Käufer gefunden wurde, fand nur die Hälfte der Immobilien tatsächlich den Weg in die Gerichtssäle.

In der Lübecker Altstadt dürfen keine Ferienwohnungen vermietet werden

In der Altstadt von Lübeck wurde ein Verbot von Ferienwohnungen von der Bürgerschaft beschlossen, das ab Mitte März in Kraft tritt. Verstöße dagegen können Geldstrafen von bis zu 30.000 Euro nach sich ziehen.

170 Ferienwohnungen, die sich in Mehrfamilienhäusern befinden, haben jedoch Bestandsschutz. Für diese illegalen (da weder beantragt noch genehmigt) Ferienwohnungen hätte nämlich eine Genehmigung erteilt werden müssen, sofern diese beantragt worden wäre. Gestattet ist weiterhin die Vermietung von Gästezimmern, vorausgesetzt, die Wohnung wird überwiegend zum Dauerwohnen genutzt. Auch eine Vermietung der Wohnung an Touristen ist für acht Wochen jährlich gestattet. Zudem darf die Wohnung für ein Jahr lang an Studenten untervermietet werden.

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