Selbstgenutzte Eigentumswohnungen liegen im Trend

In Deutschland liegt die Eigentumsquote bei rund 46 %. In neuen Mehrfamilienhäusern, die ab 2011 gebaut wurden, leben im Vergleich zu älteren Baujahren mehr Wohnungseigentümer. Basierend auf den Mikrozensus Wohnen haben die Landesbausparkassen (LBS) eine Eigentümerquote von 29 % verzeichnet, Tendenz steigend. Im Allgemeinen ist die Quote der selbstgenutzten Eigentumswohnungen höher, desto städtischer die Region. Der Mikrozensus zeigt, dass der Anteil der selbstgenutzten Eigentumswohnungen in Metropolen rund 50 % beträgt, in den Speckgürteln hingegen nutzen nur etwa ein Drittel der Eigentümer ihre Wohnung selbst.

 

Anzahl der Wohnungsgenehmigungen in Bayern gestiegen

In Bayern gab es im letzten Jahr über 75.000 Wohnungsgenehmigungen. Dies ist der höchste Wert der letzten 20 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein Plus von etwa 2.230 Genehmigungen. In den besonders angespannten Wohnungsmärkten wurden jedoch weniger Wohnungen genehmigt. Besonders München verzeichnete einen Genehmigungsrückgang. So verringerte sich die Zahl von 12.580 auf rund 11.000 Genehmigungen. Währenddessen gab es in Augsburg ein Plus von 14 %, was bedeutet, dass knapp 1.700 mehr Wohnungen genehmigt wurden.

 

Analyse zeigt häufiges Überschreiten der Wuchergrenze bei den Berliner Angebotsmieten

Eine Analyse vom ifo Institut und Immowelt hat ergeben, dass die Mietpreise in der deutschen Hauptstadt bei fast allen Wohnungen (96,7 %), die auf der Online-Plattform angeboten werden, die obere Grenze des Mietendeckelgesetzes überschreiten. 83,5 % der Angebotsmieten wichen sogar über 20 % ab. Als Wucher wird laut Definition des Mietendeckelgesetzes eine Abweichung von mehr als 20 % angesehen.

 

Bau von Wohnungen durch hohe Kosten und fehlendes Bauland gebremst

In einer Umfrage gaben 71 % der Befragten an, dass in Deutschland nicht genügend Wohnraum entsteht. Als Grund wurde an erster Stelle zu hohe Baukosten genannt (gut zwei Drittel). Weitere Gründe seien der Baulandmangel (51 %), die strengen Vorschriften für den Wohnungsbau (44 %) und ungenügende Anreize vonseiten des Staats (41 %). Zudem finden 36 % der Umfrageteilnehmer, dass der Mangel an verfügbaren Handwerkern dazu führt, dass sich Bauprojekte verzögern. Die Hälfte der befragten Deutschen hatte im letzten Jahr vor, selbst einen Handwerker zu beauftragen und rund ein Drittel gab an, dass sie keinen Handwerker auftreiben konnten. Im Rahmen dieser von Statista durchgeführten und von der Interhyp-Gruppe in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage, wurden 1.000 Menschen im Dezember 2019 befragt.

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