Anstieg der Baupreise verlangsamt sich

Während die Baupreise für Neubau bereits seit Längerem in die Höhe klettern, verzeichnet das Statistische Bundesamt (Destatis) nun eine leichte Abnahme des Preiswachstums. Im Februar 2019 gab es für Wohngebäude, die konventionell errichtet wurden, noch ein Plus von 4,8 %, im Mai 4,7 %, im August dann 4,1 % und im November schließlich nur noch 3,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Zahl der genehmigten Wohnungen vergrößert sich ein wenig

Im vergangenen Jahr wurden zwischen Januar und November laut des Statistischen Bundesamts (Destatis) 319.200 Wohnungen genehmigt, was verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einem Anstieg um 1,3 % entspricht. Das sei nach Angaben von Destatis die zweithöchste Zahl der Wohnungsgenehmigungen seit der Jahrtausendwende (nur 2016 wurden mehr Wohnungen genehmigt). In diesem Zeitraum wurden 1,5 % mehr Einfamilienhäuser genehmigt, während es bei den Mehrfamilienhäusern ein Plus um 0,9 % gab. Laut Experten sei dies jedoch nicht genug, um den Bedarf zu decken, da bundesweit pro Jahr rund 380.000 Genehmigungen erforderlich seien.

Green Deal der EU: Kapitalbedarf im Gebäudesektor am höchsten

Das Ziel der Europäischen Kommission ist es mit dem sogenannten „Green Deal” Europa bis zum Jahr 2050 in den weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu verwandeln. Nun wurde von der Kommission der Investmentplan dazu präsentiert, aus dem hervorgeht, dass der Gebäudesektor den höchsten Bedarf an Kapital hat. Pro Jahr sei es erforderlich 120 Milliarden Euro zusätzlich zu investieren, um Wohngebäude klimafreundlich zu machen sowie zusätzliche 75 Milliarden Euro für Immobilien, die wirtschaftlich genutzt werden, wie beispielsweise Büros. Alles in einem sei bis zum Jahr 2030 eine Investition in Höhe von rund einer Billion Euro erforderlich, so der Investmentplan der EU-Kommission.

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