An gefragten deutschen Standorten ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg der Wohnbaugrundpreise verzeichnet worden. Im Zeitraum zwischen Ende 2008 und Ende 2016 kletterten die Preise für baureife Mehrfamilienhausgrundstücke im oberen Preissegment von 229 Euro pro Quadratmeter auf 351 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu war der Anstieg im unteren Preissegment eher gemäßigt, denn hier stiegen die Preise von 43 Euro pro Quadratmeter auf 52 Euro pro Quadratmeter.

Aber nicht nur bei den Mehrfamilienhausgrundstücken gab es große Unterschiede, sondern auch bei den Eigenheimbauplätzen. Im oberen Preissegment kletterten die Preise für Eigenheimbauplätze von Ende des Jahres 2008 bis Ende 2016 von 202 Euro je Quadratmeter auf 264 Euro je Quadratmeter. Im unteren Preissegment stiegen die Preise in diesem Zeitraum lediglich um 12 Euro pro Quadratmeter von 32 Euro/qm auf 44 Euro/qm. Für Mehrfamilienhäuser wurden die durchschnittlichen Höchstpreise für Baugrund im Jahr 2016 in München auf den Tisch gelegt (2.550 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Düsseldorf mit 1.100 Euro pro Quadratmeter und Stuttgart mit 1.017 Euro pro Quadratmeter.

Diese Daten entstammen aus einer Erwiderung der Bundesregierung auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen. Dafür wurden die Daten aus dem Immobilienmarktbericht Deutschland 2017 herangezogen. Dieser Bericht wurde vom Arbeitskreis der Gutachterausschüsse Ende 2017 publiziert.

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