Eine Umfrage des Finanzierungsvermittlers Baufi24 hat ergeben, dass lediglich jeder Zehnte der Ansicht ist, dass das Baukindergeld ein wichtiges Argument für den Bau oder den Kauf einer Wohnimmobilie ist. Unter den Befragten waren die Geringverdiener am skeptischsten.

Im Rahmen der Umfrage wollte Baufi24 herausfinden, ob der staatliche Zuschuss neue Kaufanreize schafft. Dazu wurden etwa 5.000 Menschen befragt. Rund zwei Drittel der Befragten gaben an, dass das Baukindergeld kein Entscheidungsfaktor beim Bau oder Kauf eines Hauses oder Wohnung ist. Je höher die Bevölkerungsdichte, desto kleiner ist die Rolle, die das Baukindergeld spielt. Das bedeutet, dass gerade an den Orten, an denen eine sehr prekäre Wohnsituation herrscht und Eigentumsförderungsanreize besonders notwendig sind, das Baukindergeld keine Wirkung zeige.

Der Eigentumserwerb stellt eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen vor Altersarmut dar. Allerdings bietet das Baukindergeld gerade für die Bevölkerungsschichten, die ein niedriges Einkommen aufweisen, den geringsten Kaufanreiz. Die Umfrage hat ergeben: je geringer die Kaufkraft, desto kleiner ist die Kaufanreizwirkung, die das Baukindergeld für den Erwerb einer Immobilie erzeugt. Während Gutverdiener nicht auf das Baukindergeld angewiesen sind, ist es für Geringverdiener nicht hoch genug, um dadurch die Voraussetzungen für eine solide Finanzierung zu schaffen. Somit profitiert die Mittelschicht von dem Baukindergeld, nicht jedoch Haushalte, die eine geringe Kaufkraft aufweisen. Dadurch sei anzunehmen, dass es sich bei der Mehrzahl der Anträge um “Mitnahmeeffekte” handelt.

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