Dachaufstockungen gelten als eine mögliche Lösung, um in angespannten Wohnungsmärkten zusätzliche Wohnungen zu bauen. Laut einer von Quantum Research Unit durchgeführten Studie wird das Potenzial allerdings nur im geringen Maße genutzt.

Laut Schätzungen entstehen in Deutschland pro Jahr lediglich etwa 10.000 Wohneinheiten durch Aufstockungen. Dies entspricht einem Anteil von nur etwa vier Prozent der Wohnungen, die in Deutschland gebaut werden. Diese geringe Zahl sei zum einen auf die hohen Herstellungskosten und zum anderen auf die vielfältigen Regularien zurückzuführen, wie beispielsweise das Thema Brandschutz. Dabei könnten sowohl Wohnhochhäuser als auch dichte Blockstrukturen, die eine Hinterhofbebauung aufweisen, dazu beitragen eine hohe Bevölkerungsdichte zu erreichen, so die Analyse.

Baulücken haben in Deutschland ein Flächenpotenzial von etwa 92.000 Hektar, wodurch das Schließen dieser Baulücken ein weiteres Element in der Nachverdichtung bildet. Da die Baukosten jedoch bei kleineren Bauprojekten im Vergleich zu Großprojekten proportional höher liegen, seien Baulücken für institutionelle Investoren erst dann attraktiv, wenn sie eine bestimmte Größe aufweisen.

Gemäß den Ergebnissen der Quantum-Studie stellen Konversionsareale eine interessante und bedeutende Perspektive für die Entwicklung wachsender Kommunen dar. Dazu gehören einstige Industrie-, Militär-, Hafen- oder Bahnflächen, auf denen neue Wohn- und Arbeitsquartiere entstehen können. Es wird geschätzt, dass das Flächenpotenzial bundesweit insgesamt bis zu 176.000 Hektar umfasst.

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