Inmitten des weihnachtlichen Trubels und der Vorbereitung zur Silvesterparty können Fristen leicht in Vergessenheit geraten. Dabei ist es aber gerade in dieser Zeit wichtig, sicherzustellen, dass keine Verjährungsfristen übersehen werden. Nehmen Sie sich daher die Zeit zu prüfen, was Sie noch bis zum 31. Dezember erledigen müssen. Sowohl für Vermieter und Verwalter als auch für Handwerker und andere Berufsgruppen ist der 31.12. der Stichtag für verschiedene Verjährungsfristen.

Betriebskostenabrechnung 2015

Noch bevor das neue Jahr eingeläutet wird, haben Vermieter die Pflicht, die Abrechnung der Betriebskosten für das Jahr 2015 fertigzustellen. Es ist wichtig, dass die Mieter die Betriebskostenabrechnung spätestens bis zum 31. Dezember erhalten. Wird diese erst im Januar zugestellt, so sieht das Wohnraummietrecht vor, dass jeglicher Anspruch von Seiten der Vermieter verfällt. Anders sieht es allerdings aus, falls Mieter Guthaben haben, da die Verjährungsfrist in diesem Fall nicht gilt. Vermieter müssen ihren Mietern also mögliches Guthaben erstatten, auch nach Jahresende. Versuchen Sie die Abrechnung zeitnah zuzustellen, um Probleme zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dabei auch die verkürzten Geschäftszeiten, die an Sylvester gelten (üblicherweise bis 14:00 Uhr). Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Zustellung im Bedarfsfall gerichtsfest nachweisen können.

Offene Rechnungen aus dem Jahr 2013 

Da Geldforderungen der sogenannten Verjährung unterliegen, bleiben Forderungen nicht ewig bestehen. Aus diesem Grund lohnt es sich beispielsweise für Handwerker und Hausverwalter zu prüfen, ob noch Rechnungen aus dem Jahr 2013 offen sind. Diese offenen Forderungen verjähren nämlich zum 31.12.2016 und nach Ende dieser dreijährigen Verjährungsfrist müssen die Auftraggeber nicht mehr zahlen. Eine simple Mahnung reicht hier nicht mehr aus, da die Verjährung dadurch nicht beeinflusst wird. Damit sich der Schuldner nicht auf die Verjährung seiner Schuld berufen kann, ist es wichtig, rechtzeitig die erforderlichen Schritte einzuleiten. Als Gläubiger haben Sie die Möglichkeit, ein gerichtliches Mahnverfahren in die Wege zu leiten oder den Schuldner zu verklagen. Egal für welches dieser Rechtsmittel Sie sich entscheiden, die Verjährung wird dadurch angehalten. Wichtig ist dabei, dass Sie die nötigen Schritte rechtzeitig, d. h. noch vor Ablauf des Jahres, einleiten. Der Mahnbescheid bzw. die Klage muss vor Ablauf der Verjährungsfrist am 31.12.2016 beim Gericht eingehen.

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