Das Baukindergeld kann seit September 2018 beantragt werden und es haben bereits 83.000 Familien Anträge gestellt, so die Angabe des Bundesinnenministeriums in Berlin. Seit Ende März dieses Jahres werden die ersten Baukindergeldraten ausgezahlt und etwa 4200 Familien hätten ihre erste Rate bereits überwiesen bekommen.

Inwieweit die Subvention wirkt, ist umstritten, denn beinahe 90 Prozent der Anträge fließt in den Bestand. Somit kurbelt das Baukindergeld nicht den Neubau an und es wird befürchtet, dass die Subvention insbesondere die bereits hohen Immobilienpreise noch weiter ansteigen lässt. Währenddessen wehrt sich Bundesminister Horst Seehofer (CSU) jedoch vor dieser Kritik und bezeichnet das Baukindergeld als „eine Erfolgsgeschichte”. Nach seiner Auffassung spiele es keine Rolle, ob das Baukindergeld in den Neubau oder Bestand fließt, da Familien durch die Förderung eine Unterstützung erhalten und die Bildung von Wohneigentum gestärkt werde. Über 140.000 Kinder profitieren mittlerweile von dem Baukindergeld.

Mehrheit der Anträge wird in Nordrhein-Westfalen gestellt

Besonders Familien in Nordrhein-Westfalen machen von dem Baukindergeld Gebrauch, denn dort sind 18.264 Anträge gestellt worden. Gefolgt von Baden-Württemberg mit 11.039 Anträgen, Bayern mit 10.453 Anträgen und in Niedersachsen sind bislang 10.339 Anträge auf Baukindergeld gestellt worden. Mit dem Baukindergeld erhalten Familien mit Kindern eine Förderung, um erstmalig Wohneigentum zur Selbstnutzung zu erwerben. Pro Jahr und Kind gibt es einen Zuschuss von 1.200 Euro, über einen 10-Jahres-Zeitraum. Die Anträge müssen bei der KfW gestellt werden, und zwar innerhalb von drei Monaten nach dem Einzug in das geförderte Haus. Für das Baukindergeld sind bislang insgesamt etwa 1,7 Mrd. Euro an Fördermittel gebunden.

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