Zwar ist es noch ein langer Weg, bis die rund 40 Millionen Wohnungen hierzulande die gesamten Kriterien der Barrierefreiheit entsprechen, jedoch ist in den letzten Jahren ein steigendes Interesse an barrierefreien Wohnungen verzeichnet worden. Das ist das Vorabergebnis der Jahresanalyse 2018/2019 des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult.

Unter Barrierefreiheit versteht man unter anderem einen hindernisfreien Zugang zur Wohnung, keine Schwellen im Inneren, dass die Türen und Flächen des Badezimmers eine ausreichende Breite vorweisen und dass eine bodengleiche Dusche vorhanden ist. Diese Art von Baumaßnahmen wird immer beliebter. Im Vergleich zum Jahr 2015 nahm die Anzahl der barrierefreien Maßnahmen in verschiedenen Bauprojekten zu. Dies gilt sowohl für den Neubau als auch für den Bestand, denn laut den Vorabergebnissen der BauInfoConsult Jahresanalyse 2018/2019 wird für immer mehr bestehende Wohnungen ein barrierefreier Umbau in Angriff genommen (45 %).

Für die BauInfoConsult-Studie sind 559 verschiedene Bauakteure in Deutschland sowohl zum aktuellen Stand als auch zu ihren Erwartungen rund um barrierefreie Maßnahmen im Wohnungsbau befragt worden, darunter Bauunternehmer, Architekten, die im Wohnungsbau agieren, Trockenbauer, SHK-Installateure und Maler. Während in der vorherigen Befragung in 2015 lediglich durchschnittlich 18 % der befragten Bauakteure angegeben haben, dass Barrierefreiheit in den Bauprojekten eine Rolle gespielt habe, waren es bei der aktuellen Befragung bereits durchschnittlich 32 %.

Solides Wachstum erwartet

Im Rahmen der Umfrage wird in Bezug auf Barrierefreiheit ein solides Wachstum in den nächsten fünf Jahren erwartet. Nach den durchschnittlichen aktuellen Erwartungen der Bauakteure werden sich in fünf Jahren 38 % ihrer Bauprojekte um barrierefreies Bauen drehen. Verglichen dazu lag die Erwartung im Jahr 2015 erst bei 26 %.

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