Es wurden dieses Jahr bislang deutlich mehr Neubauwohnungen genehmigt, so das Ergebnis der Neunmonatsbilanz, die das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht hat.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 bundesweit 262.800 Wohnungen in Neu- und Bestandsbauten bewilligt worden. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gab es 6.000 mehr Genehmigungen, was einen Anstieg um 2,3 % entspricht. Ein Plus von 3,2 % konnte bis September im Wohnungsneubau verzeichnet werden, wo die Zahl der Genehmigungen um 7.200 auf 233.100 Wohneinheiten in die Höhe kletterte. Dieser Anstieg ergab sich — wie es bereits in vergangenen Jahreszwischenbilanzen von Destatis der Fall war — alleinig aus Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern (+ 8,3 %). Im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser verringerte sich hingegen die Zahl der Genehmigungen um 0,9 % bzw. um 4,4 %.

BFW befürchtet baldiges Ende der Trendwende

Dieses Genehmigungsplus bedeute nach Ansicht des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) dennoch nicht, dass es eine Trendwende gebe. Da im Rahmen der aktuellen Konjunkturumfrage beinahe 60 % der befragten BFW-Mitglieder wahrgenommen haben, dass es mit den Rahmenbedingungen für den Neubau weiterhin abwärtsgeht, hat der BFW die Befürchtung, dass der Genehmigungsanstieg schon bald wieder vorbei sein könnte.

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