Auf den ersten Blick ist es ein Schnäppchen, doch sobald der Begriff „Zwangsversteigerung“ auftaucht, macht sich die Unsicherheit breit. Tatsächlich ist es möglich, bei diesen Versteigerungen das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Dabei sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

Wer sich beim ZVG Portal angemeldet hat, der wird in der Regel über die einzelnen Versteigerungen informiert und kann aus dem Versteigerungspool das auswählen, was zu seinen Vorstellungen passt. Die Beträge bei Zwangsversteigerungen werden häufig recht niedrig angesetzt und dennoch ist es empfehlenswert, mit Bedacht an die Sache heranzugehen.

Darauf sollten Sie bei einer Zwangsversteigerung achten

Nicht selten wird die ZVG online durchgeführt und in diesem Rahmen kann es durchaus passieren, dass man sich verleiten lässt, bei der Immobilienversteigerung zu bieten. Damit sich das Schnäppchen jedoch nicht als eine Immobilie entpuppt, in die noch viel investiert werden muss, ist es empfehlenswert, die folgenden Tipps zu beachten:

  1. Sich selbst ein Bild machen

Wichtig ist es, vor der Versteigerung das Objekt zu besichtigen und dabei einen Profi an der Seite zu haben. Das heißt, ein Bauingenieur kann dabei helfen, mögliche Mängel zu erkennen und abzuschätzen, was der Wert des Objektes ist. Der Eigentümer selbst muss Interessenten nicht hereinlassen, die Gläubigerbank jedoch ist sehr interessiert daran, Interessenten die Möglichkeit für eine Besichtigung zu geben. Es sollte nicht bei Versteigerungen geboten werden, wo Sie die Objekte nicht besichtigen konnten.

  1. Gutachten ansehen

Über das Objekt muss ein Dokument vorliegen, in dem Baumängel sowie der Verkehrswert zu finden sind. Das Gutachten findet sich in der Versteigerungsakte und kann eingesehen werden.

  1. Versteigerungen besuchen

Wenn es sich nicht gerade um eine Online-Versteigerung handelt, so sollte die Möglichkeit ergriffen werden, erst der einen oder anderen Versteigerung beizuwohnen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie so etwas funktioniert. Es ist durchaus möglich, schon vor der Versteigerung mit der Gläubigerbank in Kontakt zu treten und sich vorab zu informieren.

  1. Limit setzen

Versteigerungen bringen immer die Gefahr mit sich, dass Bieter sich gegenseitig nach oben bieten und es zu einer Preistreiberei kommt. Damit dies nicht passiert, sollten Sie sich vorher einen Höchstbetrag setzen, der investiert wird. Rechnen Sie ruhig mit einem Betrag, der ungerade ist und nutzen Sie die Möglichkeit, in ungleichen Schritten bei der Versteigerung zu bieten. Das kann dabei helfen, mögliche Mitinteressenten aus dem Feld zu schicken, denn auch diese setzen sich normalerweise Grenzen.

Die Finanzierung nicht vergessen

Bevor sich in das Abenteuer „Zwangsversteigerung“ gestürzt wird, ist es wichtig, sich Gedanken über die Finanzierung zu machen. Diese muss stehen, bevor geboten wird. Dabei ist es wichtig, bei der Finanzierung darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Zwangsversteigerung handelt, bei der investiert werden soll.

Interessant zu wissen: Wer geboten hat, der muss insgesamt 10 Prozent vom dem festgelegten Verkehrswert hinterlegen, was als Sicherheit dient. Dafür kann ein Verrechnungsscheck genutzt werden oder auch eine Bankbürgschaft, die selbstschuldnerisch ist. Zudem muss der Kaufpreis, bei einer erfolgreichen Ersteigerung, nach rund vier Wochen gezahlt werden. Daher sollte nie ohne eine feste Finanzierung in die Versteigerung gegangen werden.

 

 

 

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