Die Baubranche boomt und im Juni 2017 haben die großen Bauunternehmen einen rekordverdächtigen Auftragsbestand verzeichnet.

Rekordauslastung

Der hohe Auftragsbestand bedeutet, dass zum Teil neue Bauaufträge nicht entgegengenommen werden können. Gewerbliche Baufirmen mit mindestens 20 Beschäftigten sind schon 16 Wochen vorher ausgebucht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Verlängerung um 2 Wochen. Über alle Sparten hinweg konnte ein zweistelliger Zuwachs registriert werden. Da Bauprojekte im Straßenbau Investitionen vom Bund erhalten haben, konnte der öffentliche Bau davon profitieren und nahm mit 17,2 % am meisten zu. Die Nachfrage im Hochbau ist im Mai um beinahe ein Viertel gewachsen, dank der höheren Investition vonseiten der Kommunen in die Infrastruktur.

Der Wohnungsbau boomt

Dank niedriger Zinsen, der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt und dem Mangel an alternativen Möglichkeiten sein Geld anzulegen, konnte auch der Wohnungsbau von der aktuellen Lage profitieren und ein Umsatzzuwachs von 16,5 % erzielen. Zwar sind 0,08 % weniger Aufträge eingegangen und laut des Statistischen Bundesamts ist auch die Zahl der Baugenehmigungen zurückgegangen, aber diese Rückgänge seien kein Anlass zur Beunruhigung. Das liege daran, dass dabei vor allem weniger Wohnheime genehmigt wurden, zu denen auch Flüchtlingsunterkünfte zählen, deren Bedarf sich aufgrund der niedrigeren Flüchtlingszahlen verringert hat. Beim Neubau von Mehrfamilienhäusern konnte dagegen ein Zuwachs von 4 % verzeichnet werden.

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