Ein Umzug ist meist eine spannende aber auch etwas stressige Angelegenheit. Stehen alle Möbel und Kisten endlich in der neuen Wohnung, dann kann es vor lauter Kistenauspacken und bei der Einrichtung der neuen Wohnung schon mal leicht in Vergessenheit geraten, den Wohnsitz umzumelden. Da in Deutschland jedoch Meldepflicht besteht, ist es wichtig, die Fristen einzuhalten, um Probleme zu vermeiden.    

Wer muss sich ummelden?

Jeder, der in Deutschland wohnt, hat Meldepflicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in eine andere Stadt ziehen oder innerhalb derselben Stadt oder Gemeinde umziehen. Wenn Sie Ihren Wohnsitz wechseln, haben Sie die Pflicht, das Einwohnermeldeamt über Ihre neue Adresse zu informieren.

Welche Fristen müssen Sie beachten?

Je nach Stadt kann die Meldefrist unterschiedlich ausfallen. Wenn Sie umziehen, dann müssen Sie dies dem Einwohnermeldeamt in der Regel binnen zwei Wochen, in manchen Fällen auch schon innerhalb einer Woche, nach Bezug der neuen Wohnung mitteilen.

Was passiert, wenn die Ummeldung erst nach der Frist erfolgt?

Wenn Sie Ihrer Meldepflicht nicht rechtzeitig nachkommen, können Sie eine Reihe von Problemen erhalten, denn eine aktualisierte Adresse ist für viele Bereiche des täglichen Lebens wichtig. Probleme könnten zum Beispiel auftauchen, wenn Sie einen Führerschein erwerben, ein Führungszeugnis beantragen oder bei der Kfz-Zulassung.

Wenn Sie die Meldefrist verstreichen lassen, dann kann es sogar ein Bußgeld nach sich ziehen. Die Höhe dieses Ordnungsgeldes kann dabei je nach Amt unterschiedlich hoch ausfallen. So gibt es Bürgerbüros, die Nachsicht üben, wenn die Frist lediglich um wenige Tage oder Wochen überschritten wird, oder verhängen eine relativ geringe Strafgebühr von 10 bis 30 Euro. Wenn Sie Pech haben oder die Ummeldefrist um mehrere Monate verstreichen lassen, dann kann ein Bußgeld von bis zu 500 Euro fällig werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Ummeldung so schnell wie möglich und natürlich am besten innerhalb der Frist auszuführen.

Wo erfolgt die Ummeldung und welche Unterlagen werden benötigt?

Die Ummeldung erfolgt beim örtlichen Einwohnermeldeamt bzw. Bürgeramt oder Bürgerbüro.

Generell ist es erforderlich, persönlich im Bürgerbüro zu erscheinen. Um Ihre Identität nachzuweisen, müssen Sie Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass vorlegen. Des Weiteren benötigen Sie in der Regel auch eine Wohnungsgeberbescheinigung. Bei Familien ist es in der Regel ausreichend, wenn ein volljähriges Familienmitglied persönlich beim Bürgerbüro erscheint und alle Ausweise der restlichen Familienmitglieder vorzeigt.

Für den Fall, dass Sie nicht persönlich beim Einwohnermeldeamt erscheinen können, haben Sie die Möglichkeit, einen Vertreter mit der Ummeldung zu beauftragen. Hierfür wird eine schriftliche Vollmacht benötigt und in manchen Fällen ist es notwendig, die Vollmacht beglaubigen zu lassen.

Es gibt aber auch Städte und Gemeinden, in denen eine Ummeldung per Post möglich ist. Um sich auf dem Postwege umzumelden, benötigen Sie das entsprechende Ummeldeformular sowie eine Kopie Ihres Personalausweises. Kontaktieren Sie das jeweilige Einwohnermeldeamt, um herauszufinden, was für Sie gilt. Ihre neue Anschrift muss bei der Ummeldung auch auf Ihrem Personalausweis vermerkt werden. Wenn Sie die Unmeldung daher auf dem Postweg durchführen, so müssen Sie die Aktualisierung Ihres Personalausweises bei einem späteren Termin vor Ort nachholen.

Welche Kosten fallen für die Ummeldung an?

In vielen Fällen ist die Ummeldung des Wohnortes kostenfrei. Bei manchen Bürgerbüros kann jedoch auch eine kleine Bearbeitungsgebühr fällig werden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, bei der Ummeldung ein wenig Bargeld mit sich zu führen.

Fazit:

Die Meldegesetze können sich je nach Bundesland unterscheiden, daher ist es wichtig, sich vorab genau über die Fristen etc. zu informieren, um Probleme zu vermeiden. Neben der fristgerechten Ummeldung sollten Sie außerdem nicht vergessen, Ihre Adressänderung auch den Behörden, Versicherungen und anderen Dienstleistern zeitnah mitzuteilen.

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