Wirft die Mietpreisbremse bereits vor dem Beschluss des Bundesrates ihre Schatten voraus? Dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW zu Folge schon, denn im vergangenen Jahr gab es deutlich weniger Anträge auf Genehmigungen für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Als Ursache dafür sieht Axel Gedaschko vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen,

  • die Überregulierung des Marktes durch staatliche Eingriffe,
  • zunehmende Anforderungen für den Wohnungsbau,
  • steigende Baukosten und
  • Steuern.

Dadurch entscheiden sich immer mehr Investoren gegen den Neubau von privaten Wohnhäusern. Zwar seien im vergangenen Jahr 284.900 Genehmigungen für neue Wohnungen erteilt wurden, doch davon waren ein Großteil für Mehrfamilienhäuser und Wohnheime. Der Trend zum Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern sei dagegen rückläufig. Doch diese sind vor allem in den Ballungsgebieten wichtig, um dort die steigende Mietpreisentwicklung abzufedern.

GdW sieht die Politik in der Pflicht

Daher plädiert die GdW nun für eine zielgerichtete Förderung des Wohnungsbaus durch Bund, Länder und Kommunen, um so Investoren wieder zu entlasten und Mieter vor unzumutbaren Mietkosten zu schützen. Geeignete Mittel dazu wären, die stetigen Steuererhöhungen zu stoppen und Maßnahmen einzuleiten, die zur Senkung der Baukosten beitragen. Vor allem für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen wird es sonst immer schwerer, günstige Wohnräume zu finden.

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