Zur Vorbereitung für den Hausverkauf gehört auch die Beschaffung der notwendigen Dokumente. Nachfolgend bieten wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten Unterlagen, die für Kaufinteressenten bereitgehalten werden sollten.

Zwar sind nicht alle dieser Unterlagen beim Hausverkauf zwingend erforderlich, aber je mehr aussagekräftige Dokumente Sie vorweisen können, desto mehr Vertrauen werden Ihnen potenzielle Käufer entgegenbringen können, was wiederum den Verkauf erleichtern kann.
Kaufinteressenten haben in der Regel eine Menge Fragen und die Unterlagen helfen Ihnen dabei, diese Fragen souverän zu beantworten. Ob telefonisch oder bei der Besichtigung, Sie werden seriös und professionell wirken, wenn Sie genau und ausführlich Auskunft geben können.
Wenn die Unterlagen unvollständig sind, kann sich der Verkauf dadurch unnötig verzögern.

Energieausweis

Der Energieausweis bewertet das Gebäude energetisch und ist Pflicht. Lassen Sie den Energieausweis so bald wie möglich erstellen, denn spätestens bei der Besichtigung muss dieser vorhanden sein und den Interessenten vorgelegt werden (ansonsten droht eine Geldstrafe bis zu 15.000 Euro).

Grundriss

Der Grundriss zeigt die Raumaufteilung und die Quadratmeter. Wenn Sie den Grundriss Ihrem Exposé hinzufügen, bieten Sie Interessenten bereits vorab die Möglichkeit, sich ein gutes Bild von Ihrer Immobilie zu machen.

Grundbuchauszug

Aus dem Grundbuch ist eine Fülle an Daten ersichtlich und ein aktueller Grundbuchauszug ist beim Verkauf einer Immobilie unbedingt erforderlich. Der Grundbuchauszug enthält neben den Informationen zu den Eigentumsverhältnissen unter anderem auch die Lage und Größe des Grundstücks, Wohnrechte und Wegerechte sowie Hypotheken und weitere Belastungen einer Immobilie.
Der Grundbuchauszug ist beim Grundbuchamt (eine Abteilung des Amtsgerichts) erhältlich.

Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK)

Die automatisierte Liegenschaftskarte hat die Flurkarten abgelöst. Aus einer ALK ist die Lage und Grenze des Grundstücks ersichtlich.

Bauakte

Falls eine Bauakte existiert, sollte eine Kopie angefertigt und diese zur Dokumentensammlung gelegt werden. Zur Bauakte gehören die Baugenehmigung, Bauzeichnungen, Baubeschreibungen und Angaben der Fläche und Maße.

Sanierungsnachweise

Handwerkerrechnungen dienen dazu, jegliche Reparaturen, die größerer Natur sind, nachzuvollziehen, ebenso wichtig sind Rechnungen für alle Umbauten, die die erbrachten Leistungen detailliert beschreiben.

Wenn Sie die Immobilie vermieten

Halten Sie Kopien der Mietverträge bereit, ebenso sollten die Mieteinkünfte nachgewiesen werden. Auch die Betriebskostenabrechnungen der letzten Jahre sind für die potenziellen Käufer von Bedeutung, um die Rentabilität der Immobilie ermitteln zu können. Anhand der Nebenkostenabrechnungen können die Interessenten auch die Kosten sehen, die nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen.

Weitere Dokumente, die für Kaufinteressenten von Bedeutung sein könnten

  • Bauvertrag
  • Erbpachtverträge
  • Denkmalschutznachweis
  • Wartungsnachweise

Wertgutachten

Um die oben aufgeführten Unterlagen zu ergänzen, haben Sie zudem die Option ein Wertgutachten erstellen zu lassen. Zwar ist es mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber es bietet gleich mehrere Vorteile. Ein offizielles Wertgutachten bietet eine gute Basis für Preisverhandlungen und hilft Ihnen dabei, den Kaufpreis Ihrer Immobilie zu rechtfertigen. Unter anderem werden darin alle Mängel und deren Beseitigungskosten aufgelistet. Ausgestellt werden sollte es von einem unabhängigen Sachverständigen.

Tipp: Halten Sie alle Unterlagen in einem Ordner bereit, damit Sie bei Fragen schnell nachschauen können. So haben Kaufinteressenten die Möglichkeit bei der Besichtigung den Ordner durchzublättern und alles Wichtige auf einen Blick zu sehen.

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