Das Bundeskabinett hat nun den Wohngeld- und Mietbericht für 2014 beschlossen. Hier gibt es interessante Hinweise zur Wohngelderhöhung, der Mietpreisbremse aber auch zu den Zuschüssen.

Alle vier Jahre wird ein neuer Bericht der Bundesregierung herausgegeben, der sich auf die Mietentwicklungen sowie Neuerungen in Bezug auf das Wohngeldgesetz bezieht. Nun wurde der Wohngeld- und Mietenbericht für 2014 beschlossen und kann eingesehen werden.

Die Mietentwicklungen und die Wohngeld-Reform

Gerade im vergangenen Jahr war bei den Mieten in den Großstädten von Deutschland eine deutliche Entwicklung nach oben zu erkennen. Inzwischen wird es immer schwieriger, hier eine Wohnung zu finden, die auch von Menschen mit einem eher geringen Einkommen bezahlt werden kann. Der Grund ist hier unter anderem auch in der erhöhten Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu suchen, da hier die Nachfrage durchaus den Preis mit bestimmt. Die kommende Wohngeldreform 2016 und auch die Mietpreisbremse sollen dabei helfen, hier eine Veränderung herbeizuführen. Des Weiteren werden ab dem Jahr 2016 zusätzliche Bundesmittel zur Verfügung gestellt, die in den sozialen Wohnungsausbau investiert werden können.

Die kommende Wohngeldreform kann sich positiv auf die Kasse von mehr als 850.000 Haushalten in Deutschland auswirken. Allein rund 300.000 Haushalte werden durch die Reform wieder einen Anspruch auf Wohngeld erhalten oder erstmals Wohngeld beantragen können. Zudem wird es vermutlich mit Hilfe der Reform für viele Haushalte in Deutschland auch einen Wechsel von der Grundsicherung in den Bezug für Wohngeld geben.

Weitere Informationen aus dem Bericht

Im Vergleich zu den Vorjahren konnten im Jahr 2014 nachweislich mehr neue Wohnungen ausgebaut oder erbaut werden. Dies hat jedoch nichts daran geändert, dass nach wie vor ein hoher Bedarf vorhanden ist, der durch die aktuelle Wohnungslage nicht gedeckt werden kann.

Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass ein Erfolg mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm erzielt werden konnte. Durch das Programm war es möglich, mehr als vier Millionen Wohnungen zu fördern, in denen eine energetische Sanierung vorgenommen wurde. Dies hat nicht nur für die Mieter und Vermieter einen positiven Effekt. Die Umwelt profitiert dadurch durch einen deutlich gesunkenen Ausstoß an CO2. Ebenfalls ein positiver Nebeneffekt: Auf diese Weise konnten rund 300.000 Arbeitsplätze, vor allem im Handwerk sowie im Mittelstand, auch erhalten bleiben oder neu geschaffen werden.

Ein Blick auf die Bruttokaltmiete

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Bruttokaltmiete. Auch wenn sich durch die unterschiedlichen Mietentwicklungen nur ein ungefährer Durchschnittswert berechnen lässt, so können Interessierte im Wohngeld- und Mietenbericht 2014 auch hierzu einen Beitrag finden. Die Bruttokaltmiete setzt sich aus den kalten Betriebskosten sowie der Nettokaltmiete zusammen. Im Bundesdurchschnitt lagen die Kosten pro Quadratmeter bei einem Preis von 7,10 Euro. Dieser Preis wurde pro Monat angegeben. Bei der Größe von 70 Quadratmetern einer Wohnung kommt hier monatlich ein Preis zusammen von rund 500 Euro, der für die Bruttokaltmiete berechnet wird. Auch für die warmen Nebenkosten findet sich in dem Bericht eine durchschnittliche Angabe in Bezug auf das Jahr 2014. Hier mussten Mieter mit einem Preis von 1,50 Euro pro Quadratmeter rechnen, wenn sie eine Wohnung mieten wollten.

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