In Anbetracht der überfüllten Flüchtlingslager kommt vielen Mietern und Vermietern derzeit die Idee, leer stehende Zimmer und Wohnungen an Flüchtlinge zu vermieten. Wir fassen daher in unserem heutigen Ratgeber zusammen, was es dabei zu beachten gilt.

Sollten Sie Wohnraum zur Verfügung stellen wollen, sind örtliche Flüchtlingsberatungsstellen und Begegnungsstätten ideal. Sofern möglich, können Sie auch ein Flüchtlingslager besuchen, um Kontakt mit potenziellen Mietern zu knüpfen.

Beim Zustandekommen des Mietvertrags gilt jedoch folgende Unterscheidung:

  • Ist der Asylstatus der Mieter schon anerkannt, wird der Mietvertrag zwischen Ihnen und dem Mieter abgeschlossen.
  • Bei Flüchtlingen, deren Status noch ungeklärt ist, wird der Vertrag mit der zuständigen Verwaltung Ihrer Kommune geschlossen.

Bei Letzterem kann es allerdings zu häufigem Bewohnerwechsel kommen, da die Zuweisung ebenfalls den zuständigen Ämtern obliegt. In beiden Fällen können Sie jedoch eine angemessene Miete verlangen, die der Wohnung und Größe angemessen ist, denn sowohl die Flüchtlinge als auch die Stadtverwaltung sind ganz normale Mieter.

Vermieten von möblierten Zimmern

Sollten Sie ein leer stehendes Zimmer haben, dass Sie zur Verfügung stellen wollen, können Sie dies ebenfalls per Mietvertrag oder Sie nehmen Flüchtlinge als Gäste auf. Von der zweiten Variante ist allerdings abzuraten, da in diesem Fall keinerlei Sicherheit und gesetzliche Rahmenbedingungen für beide Seiten bestehen. Sollten Sie sich dennoch dafür entscheiden, können Sie eine Kostenübernahmeregelung für Heizung oder Erstausstattung mit der zuständigen Kommune schließen.

Tipp! Sollten Sie als Mieter noch Platz in der Wohnung haben und den zur Verfügung stellen wollen, bedarf es der Zustimmung Ihres Vermieters.

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