Der Wohneigentumsreport 2016 wurde kürzlich von dem Wohnungsprivatisierer Accentro veröffentlicht. Die Daten von den entsprechenden städtischen Gutachterausschüssen bilden die Grundlage für diesen Bericht. So sind im Vorjahr in den 82 Großstädten Deutschlands 135.551 Eigentumswohnungen, sowohl im Bestand als auch im Neubau, für eine Gesamtsumme von 30,87 Milliarden Euro verkauft worden.

Berlin, München und Hamburg in den TOP 3

Der größte deutsche Wohnungsmarkt befindet sich in Berlin. 22.549 Eigentumswohnungen wurden im Jahr 2016 in der Landeshauptstadt verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Reduzierung um 7,4 %. Trotzdem ist der Umsatz von 5,2 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen. Bei den Bestandswohnungen wurden 16.941 Einheiten verkauft und somit 2.200 weniger als in 2015. Dennoch wuchs der Umsatz um 127 Millionen Euro auf rund 3,6 Milliarden Euro. Beim Neubau wurden 5.608 Einheiten veräußert, verglichen mit dem Jahr zuvor waren das um die 400 Einheiten mehr. In Bezug auf den Umsatz bedeutet das einen Anstieg um etwa 300 Millionen Euro auf ca. 1,8 Milliarden Euro.

Obwohl im Vergleich zu Berlin um die Hälfte weniger Wohnungen in München verkauft wurden, konnte trotzdem ein bemerkenswerter Umsatz verzeichnet werden. So haben in München 11.057 verkaufte Wohnungen (Wohnungs- und Teileigentum) einen Umsatz von 4,7 Milliarden erzielen können, während es im vorherigen Jahr einen Umsatz von 4,6 Millionen Euro gab. Es wurden 4.120 Neubaueinheiten verkauft, was verglichen mit dem letzten Jahr ein Anstieg um 550 bedeutet. Der Verkaufserlös bei den Neubauten brachte 2 Milliarden Euro ein und blieb somit auf demselben Niveau des Vorjahres. Im Bestand zeichnet sich allerdings ein anderes Bild ab: Es gab zwar weniger Verkäufe, nämlich 6.937 Transaktionen im Jahr 2016 (2015 waren es noch 7.180), jedoch konnte mit 2,7 Milliarden Euro ein um 87 Millionen höherer Umsatz erzielt werden.

Hinsichtlich Verkaufszahl und Umsatz liegt Hamburg auf dem dritten Platz. In 2016 wurde mit 7.275 verkauften Einheiten eine ähnliche Anzahl wie im Jahr davor erreicht und ein Erlös von 2,6 Milliarden Euro erzielt (2015 waren es 2,4 Milliarden Euro). Beim Verkauf von 4.990 Bestandswohnungen lag der Umsatz bei 1,5 Milliarden Euro und beim Verkauf von 2.285 Neubaueinheiten wurde ein Umsatz von 1,1 Milliarden erreicht.

In Frankfurt wächst die Zahl der verkauften Neubauwohnungen

Während Frankfurt den vierten Platz hinsichtlich der höchsten Umsätze belegt, steht es in Sachen Verkaufszahlen hinter Köln und Leipzig auf Platz sechs. Die Zahl der verkauften Neubauwohnungen ist in Frankfurt um 600 Einheiten angestiegen, insgesamt wurden 2.608 neu erbaute Wohnungen veräußert. Dank der hohen Preise konnte Frankfurt bei insgesamt 4.348 Transaktionen einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erreichen. In Köln fanden dagegen ganze 5.830 Wohnungen einen neuen Eigentümer, der Umsatz war jedoch um ca. 100 Millionen Euro niedriger als in Frankfurt. In Leipzig wurde mit 4.877 verkauften Einheiten ein Umsatz von 877,1 Millionen Euro erzielt.

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