Für Studenten verschärft sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt, vor allem in München und Hamburg ist es schwer eine Wohnung zu finden und zudem sind diese teuer. Die Wohnungsnot ist aber auch zunehmend in Universitätsstädten wie Leipzig und Tübingen spürbar.

Im Rahmen einer vom Immobilienentwickler GBI in Auftrag gegebenen Studie hat das Moses Mendelssohn Institut (MMI) 93 der deutschen Hochschulstädte untersucht, die mindestens 5.000 Studenten haben. Dafür wurde für alle Orte ein sogenannter Anspannungsindex des Studentenwohnungsmarktes mit maximal 100 möglichen Punkten bestimmt. Im fünften Jahr in Folge stieg der landesweite Durchschnittswert an, und zwar um 0,7 auf 37,7 Punkte. Es wurden für die Untersuchung 23 verschiedene Faktoren unter die Lupe genommen, darunter die Immobilienpreise, die Entwicklung der Zahlen der Studenten und Erstsemester, Altersstruktur der Bewohner, die Rate der geförderten Wohnheime und auch die Anziehungskraft, die sowohl die Universität als auch die Stadt auf inländische und ausländische Studenten ausüben.

Unterschiede von Region zu Region

In München ist es besonders schwierig, eine geeignete Unterkunft zu finden. Hier liegt der Anspannungswert mit 78 Punkten weit über dem Bundesdurchschnitt. An zweiter Stelle liegt Hamburg mit 76 Punkten und hat somit Frankfurt (70,5) abgelöst. Während es für Studierende in manchen Städten einst beinahe problemlos war, eine Unterkunft zu finden, so wird es vielerorts zunehmend schwerer, darunter in Rostock, Oldenburg, Leipzig und Essen.

Eine leichte Erholung hat sich in Frankfurt, Köln und Heidelberg eingesetzt. Zwar haben diese Städte einen Rückgang der Anspannungswerte verzeichnen können, allerdings sei es dennoch zu voreilig hier von einer nachhaltigen Entspannung zu sprechen.

Lokale Wohnheime sind knapp und WG-Zimmer teuer

Die lokalen Studierendenwerke bieten zwar Wohnheime an, allerdings gibt es eine lange Warteliste. Weniger als jeder zehnte Student erhält eine subventionierte Unterkunft. Die günstigste Wohnart nach den geförderten Wohnheimen stellen Wohngemeinschaften dar. Während in Cottbus ein Zimmer in einer WG schon für 208 Euro zu haben ist, und somit die günstigste Stadt ist, so müssen Studenten in München — der teuersten Unistadt — im Durchschnitt 570 Euro auf den Tisch legen. Um einiges teurer wird es für diejenigen, die eine Einzelwohnung suchen, da die Konkurrenz in diesem Sektor unter anderem durch die teilweise zahlungskräftigeren vollbeschäftigten Singles und Pendler sehr groß ist.

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