In den letzten Wochen wurden immer wieder Neuigkeiten rund um die Sonder-AfA bekannt. Doch nun wurden die Gespräche erst einmal abgeschlossen und dies bedeutet, dass die Förderung vor der politischen Sommerpause nicht mehr eintreten wird. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion weist darauf hin, dass die Gespräche erst einmal abgebrochen wurden. Auch der Grund wird erwähnt. So heißt es, die SPD weigert sich, die Anschaffungs- und Herstellungskosten für den Quadratmeter des Wohnraumes, die maximal förderfähig sind, auf den Betrag festzusetzen, der gewünscht ist. Hierbei handelt es sich um 2.800 Euro. Die SPD bleibt dabei, dass der Betrag höchstens 2.600 Euro betragen soll.

Enttäuschung in Bezug auf den Stop zeigt sich bei den Unternehmen sowie den Mieter- und Arbeitnehmervertretern. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland, kurz BID, weist darauf hin, dass mit Abbruch der Verhandlungen auch Entscheidungen betroffen sind, die sich auf den aktuellen BA von bezahlbarem Wohnraum beziehen. Ibel als Vorsitzender lässt eine Forderung laut werden nach einer Investitionszulage, die für den Wohnungsbau gilt. Auch eine Erhöhung der derzeitigen Normalabschreibung kann Wirkung zeigen.

Mieterbund zeigt sich entspannt

Die Mietervertreter vertreten dagegen die Meinung, dass Steuerförderungen für mögliche Neubauten zwar gut sind, die Form aus den letzten Diskussionen entspricht jedoch nicht ihren Vorstellungen. So sehen sie die Notwendigkeit, die Sonder-AfA mit einer Mietobergrenze zu kombinieren. Ansonsten können die geförderten Wohnungen zu hohen Mietpreisen angeboten werden, was dann nur den Investoren etwas bringt.

Die Frage nach dem Mietpreisdeckel

Ebenfalls noch offen ist die Frage in Bezug auf den Mietpreisdeckel, der von der SPD-Fraktion gefordert wurde. Hierzu gibt es noch keine weiteren Informationen. Barbara Hendricks von der SPD, die das Bundesbauministerium führt, zeigt sich in dieser Thematik jedoch durchaus optimistisch. Zusammenfassend heißt dies, dass die Sonder-AfA, die bereits in ihren letzten Zügen verhandelt wurde, noch deutlich länger auf sich warten lassen wird. Inwieweit die Thematik nach der Sommerpause wieder aufgegriffen wird, steht aktuell noch nicht fest, sodass sich Interessierte weiterhin gedulden müssen, bis es weitere Informationen gibt.

Soziale Wohnraumförderung bleibt bestehen

Auch wenn die Sonder-AfA vor der Sommerpause erst einmal nicht in Kraft tritt, hat sich die Bundesregierung entschieden, Wohnungsförderungszusagen bestehen zu lassen. Dies zeigt der gestern veröffentlichte Entwurf, in dem Informationen zum Bundeshaushalt 2017 zu finden sind. Sowohl für das kommende Jahr als auch in Bezug auf die Finanzplanung folgender Jahre sind 500 Millionen vermerkt, die pro Jahr in die soziale Wohnraumförderung fließen. Ebenfalls im Entwurf festgehalten sind zusätzliche 300 Millionen. Diese sind eingeplant für unterschiedliche Städtebauprogramme. Zudem gibt es in der Finanzplanung für die Jahre 2017 bis 2020 weitere 500 Millionen Euro vermerkt. Auch, wenn es hier noch keine endgültige Zusage und Stellungnahme gibt, wie die Zusatzbeiträge pro Jahr eingesetzt werden sollen. Der gesamte Überblick macht deutlich, dass dem Bundesumweltministerium rund 30% mehr Gelder zur Verfügung stehen als 2016. Das Bundesumweltministerium hat den Bereich „Bau“ unter sich.

Ähnliche Beiträge