Wenn die Sonne scheint, lässt sich auch Strom erzeugen. Wussten Sie, dass Sie selbst als Mieter eine Solaranlage betreiben können? Dank spezieller Solaranlagen für den Balkon, die sich auf einfache Weise aufbauen und wieder abbauen lassen, können Sie auf Ihrem Balkon Strom erzeugen, egal ob Sie Eigenheimbesitzer oder Mieter sind.

Was sind Mini-Solaranlagen?

Mini-Solaranlagen werden auch als Balkon-Solarmodule oder Stecker-Solar-Geräte bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Solaranlagen, die sich auf einfache Weise am Geländer des Balkons, auf einer sonnigen Terasse, einem Garagendach oder einer anderen geeigneten Freifläche befestigen lassen. Diese Solaranlagen sind steckbar, d. h. sie werden an normale Steckdosen im Haushalt angeschlossen. Über ein Steckerkabel wird der Solarstrom zu einem Wechselrichter geführt, wo der solare Strom in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt wird und schon haben Sie bei sich zu Hause erneuerbare Energien erzeugt. Wer umziehen muss, kann diese Anlagen bequem und einfach mitnehmen, wodurch sie besonders für Mieter sehr geeignet sind.

Wie viel Strom erzeugen die Mini-Solaranlagen?

Mini-Solaranlagen bestehen typischerweise aus ein bis fünf Modulen. Die kleinsten Anlagen generieren in der Regel eine Leistung von rund 150 Watt und die größten Anlagen etwa 600 Watt. In Süddeutschland können mit 600 Watt jährlich bis zu 660 Kilowattstunden erzeugt werden, was 20 Prozent des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts in Deutschland darstellt.  Somit ist es möglich, mit den Mini-Solaranlagen seinen Strombezug auf effiziente Weise zu reduzieren. Bereits die kleinste Version mit 150 Watt bietet auf Südbalkonen die Möglichkeit, eine Senkung des Stromverbrauchs um ca. fünf Prozent zu erreichen, so die Schätzung von Experten.

Allerdings ist natürlich auch zu beachten, dass die Leistung der Mini-Solaranlagen nicht nur von der Anzahl der Module abhängig ist, sondern auch von der Menge an Sonnenstrahlen, die auf die Solarzellen fallen. Je schattiger der Ort, an dem die Solaranlage angebracht wird, desto geringer ist auch die Stromerzeugung. Daher sollte die Mini-Solarstromanlage so ausgerichtet werden, dass möglichst viel Sonne darauf fallen kann.

Wie lange dauert es, bis sich eine Mini-Solaranlage rentiert?

Wann sich eine Mini-Photovoltaikanlage amortisiert, ist von mehreren Faktoren abhängig, darunter fallen beispielsweise der Anschaffungspreis, die Anzahl der Module, die Sonneneinwirkung sowie die Strompreise. Eine solche Anlage könnte sich in manchen Fällen bereits nach einigen Jahren amortisiert haben. Laut manchen Herstellerangaben liegt die Amortisationszeit bei sieben oder acht Jahren. Die Verbraucherzentrale spricht hingegen davon, dass sich diese kleinen Photovoltaikanlagen innerhalb von zehn Jahren amortisieren können. Nach diesem Zeitpunkt liefern sie weiter kostenlosen Strom.

Holen Sie die Zustimmung Ihres Vermieters ein

Der Vermieter darf mitreden. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Sie Ihren Vermieter vor der Installation einer Mini-Solaranlage um Erlaubnis bitten. Dies gilt sowohl für Mieter als auch für Eigentumswohnungsbesitzer, die zunächst die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft einholen müssen. Der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft können die Anbringung der kleinen Photovoltaik-Anlage verbieten, wenn dadurch beispielsweise das äußere Erscheinungsbild der Hausfassade darunter leidet oder die Hauswand durch Dübel beschädigt wird.

Fazit

Solaranlagen sind nicht nur eine interessante Möglichkeit der Stromerzeugung für Eigenheimbesitzer, denn mit einer Mini-Solaranlage sind auch Mieter in der Lage, für wenig Geld in ihrem Miethaus oder ihrer Mietwohnung erneuerbare Energien zu erzeugen und dank der geringen Größe lassen sich diese Anlagen im Falle eines Umzugs ganz einfach mitnehmen. Denken Sie daran, dass Ihr Vermieter seine Zustimmung geben muss: Wenn Sie als Mieter eine Mini-Solaranlage installieren möchten, dann müssen Sie Ihren Vermieter vorab darüber informieren und seine Erlaubnis einholen, um eventuellen Ärger zu vermeiden.

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