Rückt der große Tag des Umzugs immer näher? Wenn Sie kein Umzugsunternehmen mit einem Full-Service-Umzug beauftragt haben, dann heißt es nun: Kisten packen. Wenn Sie dabei gut organisiert und mit System vorgehen, dann können Sie sich am Umzugstag und beim Auspacken im neuen Zuhause viel Zeit und Mühe sparen. Hier geben wir Ihnen einige Tipps.

Zeit zum Ausmisten und Entrümpeln

Es sammeln sich im Laufe der Jahre häufig eine Menge Sachen an, die ungenutzt herumstehen und nur noch Staub sammeln. Daher wäre es gut, einige Wochen vor dem Umzug auszumisten. So können Dinge, die nicht mehr benötigt werden, beispielsweise auf dem Flohmarkt verkauft werden oder in Kleinanzeigen angeboten werden. Sperrmüll kann direkt zum Recyclinghof gebracht werden. Dadurch benötigen Sie nicht nur weniger Umzugskisten, sondern schaffen auch Platz in Ihrer neuen Wohnung.

Wählen Sie die passenden Kartons

Der Karton sollte möglichst stabil sein, damit er nicht einfach aufreißt und der gesamte Inhalt zu Boden kullert. Empfehlenswert sind Kartons, die aus mindestens zwei Lagen Wellpappe gefertigt sind. Für bestimmte Gegenstände sind auch spezielle Kartons im Fachhandel erhältlich, damit beispielsweise feines Geschirr oder schwere Bücher unbeschadet im neuen Zuhause ankommen. Wenn Sie jedoch zu viele Kartons von unterschiedlicher Größe besorgen, dann wird es schwieriger, den Umzugswagen auf effiziente Weise zu beladen. Nur wenn die Kartons eine einheitliche Größe haben, ist es möglich, diese problemlos und platzsparend übereinander auf den Lkw zu stapeln.

Fangen Sie rechtzeitig mit dem Packen an

Um Stress zu vermeiden, können Sie bereits etwa einen Monat vor dem Umzugstermin die Sachen in Kisten verstauen, die Sie in den kommenden Wochen nicht benötigen. Das können Dinge wie Bücher, Winter- bzw. Sommerkleidung, Dekorationen usw. sein.

Packen Sie mit System

Wer beim Packen systematisch vorgeht, der ist später im neuen Heim in der Lage, schneller auf das gesuchte zuzugreifen. In einer Kiste sollten alle Dinge zusammenlanden, die für denselben Raum gedacht sind. So müssen Sie nachher beim Auspacken nicht zwischen den Räumen hin und herlaufen. Gegenstände, die häufig benötigt werden, sollten so gepackt werden, dass sie schnell zur Hand sind.

Überladen Sie die Kartons nicht

Auch wenn es verlockend ist, die Kartons randvoll zu füllen, sollten Sie lieber nach Möglichkeit ein wenig Platz lassen. Wenn die Kiste nämlich so voll ist, dass sich der Deckel wölbt, dann ist es nicht mehr möglich, die Kisten zu stapeln. Außerdem müssen die Kartons ja noch getragen werden können und aus diesem Grund sollte jede Kiste 20 Kilogramm nicht überschreiten. Bevor Sie die Kiste verschließen, einfach zur Kontrolle kurz hochheben, und wenn dies ohne große Kraftanstrengung möglich ist, dann bedeutet dies für gewöhnlich, dass Sie das empfohlene maximale Gewicht nicht überschritten haben. Und denken Sie daran, dass die Grifflöcher dafür sorgen, dass ein einfaches hochheben und tragen gewährleistet wird, daher sollten diese nicht blockiert werden. Am besten Sie packen so, dass der Inhalt oben eher lose ist, damit Ihre Finger hinter den Grifflöchern ausreichend Platz haben, um die Kiste bequem zu transportieren. Um Stabilität zu schaffen, sollten Sie die schweren Gegenstände unten in die Kiste legen und diese dann mit leichteren Dingen auffüllen.

Geschirr sorgfältig verpacken

Zerbrechliche Dinge wie Geschirr und Gläser müssen sorgfältig geschützt und gepackt werden. Ein gepolsterter Kartonboden und Wände sorgen für extra Schutz. Wickeln Sie jeden Artikel zum besseren Schutz einzeln in Packpapier ein. Die Hohlräume in den Kartons zwischen Geschirr und Gläsern können mit geknülltem Packpapier ausgelegt werden. Weingläser überstehen den Transport am Besten in einem speziellen Gläserkarton, der stabile Einsätze aufweist. Sie können aber auch Luftpolsterfolie verwenden, um Ihre Gläser usw. zu schützen. Auch hier gilt: schwere Stücke wie Teller usw. sollten unten in die Kiste und Zerbrechlicheres wie Gläser usw. nach oben gelegt werden. Denken Sie zudem daran, diese Kartons entsprechend als „fragil” zu kennzeichnen.

Kleiner Zusatztipp: Passen Sie bei Zeitungspapier auf, denn bei Feuchtigkeit kann sich die Druckerschwärze abfärben.

Beschriften Sie die Kartons

Zum einen sollten Sie den Inhalt auf die Kartons schreiben, damit Sie Dinge schneller finden können. Zum anderen ist es auch hilfreich, wenn Sie den jeweiligen Bestimmungsraum auf die Kartons schreiben, damit die Umzugshelfer direkt wissen, in welches Zimmer sie den Karton stellen sollen. So verhindern Sie ein wildes Durcheinander und müssen später keine Kisten hin und herschleppen, wodurch Sie sich später viel Zeit und Mühe bei der Suche sparen können. Vermerken Sie diese Infos seitlich auf den Kartons, damit es auch dann noch lesbar ist, wenn diese aufeinandergestapelt sind.

Kleiner Zusatztipp: Wenn Sie zur Beschriftung selbstklebende Etiketten oder Kreppband verwenden, dann können Sie diese später einfach wieder entfernen und die Kartons können wiederverwendet werden.

Der Überlebenskoffer und die Überlebenskiste

Packen Sie einen Koffer mit allem, was Sie für die ersten beiden Tage in der neuen Wohnung benötigen, wie beispielsweise Kleidungsstücke zum Wechseln, Pflegeartikel (z. B. Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Toilettenpapier, Deo), Medikamente, Handtuch, Ladegerät fürs Handy, Bettbezüge, wichtige Papiere und was sonst noch unentbehrlich ist. Dadurch müssen Sie nicht in verschiedenen Kisten herumwühlen, um das Benötigte zu finden.

Des Weiteren können Sie einen Karton mit den Dingen packen, die Sie am Umzugstag und für den Tag darauf im Haushalt benötigen, wie zum Beispiel Geschirr und Gläser, Dosen- und Flaschenöffner. Den Überlebenskoffer und die Überlebenskiste können Sie dann gegebenenfalls im eigenen Auto transportieren, damit diese sofort griffbereit sind.

Fazit

Den gesamten Hausrat einzupacken kann zunächst etwas entmutigend erscheinen. Mit ein wenig Vorausplanung und System kann diese Aufgabe jedoch problemlos gemeistert werden. Mit dem richtigen Packen wird der Start in der neuen Wohnung ein voller Erfolg.

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