Die Nebenkosten bei einem Hauskauf setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen und eine dieser Positionen sind die Notarkosten. Um besser einschätzen zu können, wie hoch die Notarkosten bei einem Hauskauf sein können, sollten Sie potentielle Käufer vorher informieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang erst einmal die Frage, welche Aufgaben der Notar bei einem Immobilienkauf eigentlich übernimmt. Eine seiner ersten Handlungen ist es, einen Vertrag zu entwerfen, der für den Hauskauf verwendet wird. Die Kosten dafür werden durch den Käufer getragen. Beide Parteien dürfen den Vertrag dann ansehen. Bei einem weiteren Termin wird er angepasst, unterschrieben und durch den Notar beurkundet. Zudem muss der Notar die Vorkaufsverzichterklärung der Gemeinde einholen sowie eine Auflassungvormerkung im Grundbuch beantragen. Diese ist notwendig, damit der Eigentumswechsel des Hauses auch notiert werden kann.

Wie hoch können die Notarkosten sein?

Da bei einer Hausfinanzierung auch die Nebenkosten, wie die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten, mit einbezogen werden müssen, möchten Käufer natürlich gerne vorher wissen, mit welchen Kosten sie bei einem Notar zu rechnen haben. Ganz allgemein lässt sich dies nicht sagen. Anhand einer Rechnung ist jedoch auf jeden Fall erkennbar, wie sich die Kosten zusammensetzen können.

Die Immobilie hat einen Kaufpreis von 250.000 Euro. Die Grundschuld liegt bei 200.000 Euro. Der Notar wird für die Eintragung der Grundschuld, die Vertragserstellung und die Bestätigung in Anspruch genommen und über das Notaranderkonto wird die Abwicklung durchgeführt. Auf der Basis der Gebührenordnung entstehen folgende Kosten im Durchschnitt:

  1. Beurkundung für den Kaufvertrag: rund 1.000 Euro
  2. Beurkundung der Grundschuld: rund 450 Euro
  3. Vollzugsgebühren für den Kauf: rund 270 Euro
  4. Bestätigung durch den Notar: rund 130 Euro
  5. Beglaubigung der Unterschrift: rund 270 Euro

Bei diesem Beispiel belaufen sich die Nettokosten für den Notar auf einen Betrag von rund 2.120 Euro. Dazu kommen noch Gebühren für das Grundbuchamt, die über den Notar abgerechnet werden.

Günstigere Notargebühren bei einem Grundstückskauf

Die Kosten für den Notar bei einem Haus- oder einem Wohnungskauf basieren auf dem Immobilienwert sowie dem Grundstückswert und werden anhand dieser Angaben berechnet. Günstiger ist es, nur ein Grundstück zu kaufen und dies zu bebauen. Hier fallen lediglich Kosten auf Basis des Grundstückswertes an. Der Bau des Hauses wird nicht mit Notarkosten belegt. Online gibt es verschiedene Rechner, die dabei helfen können, zumindest eine Tendenz für den Betrag der Notarkosten für einen Hauskauf zu erhalten. Bei der Hausfinanzierung wird empfohlen, so viel Eigenkapital mitzubringen, dass die Nebenkosten, inklusive Notar, durch das Eigenkapital beglichen werden können, damit diese nicht auch finanziert werden müssen.

Was passiert, wenn der Hauskauf nicht abgeschlossen wird?

Es gibt natürlich immer wieder Fälle, wo die Vorbereitungen schon getroffen sind, die Finanzierung steht, der Notar erste Aufgaben übernommen hat und der Hauskauf dann doch nicht durchgeführt wird. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Fakt ist jedoch, dass die Notarkosten dennoch getragen werden müssen und zwar von der Partei, durch die der Hauskauf schließlich doch wieder aufgelöst wurde. Dies ist gesetzlich vorgegeben und lässt sich im Notfall auch mit Hilfe von einem Anwalt durchsetzen.

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