In Berlin und Mainz steigen die Immobilienpreise, Bayern bekommt mehr Wohnungen, während die Zahl der genehmigten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen abnimmt.

Berlin: Angebotsmieten und Kaufpreise klettern in die Höhe

In Berlin hat die mittlere Angebotsmiete je Quadratmeter nun die 10-Euro-Marke überschritten, so bestätigt es die Investitionsbank Berlin (IBB) in ihrem Wohnungsmarktbericht 2017. Im Vergleich zu 2016 ist der Preis pro Quadratmeter um 1 Euro gestiegen und lag im letzten Jahr bei 10,15 Euro/qm. In ganz Berlin fand sich in 2017 lediglich jede zehnte Wohnung zu einer mittleren Nettokaltmiete, die bei unter 7 Euro pro Quadratmeter lag.

Auch die Angebotspreise für Berliner Eigentumswohnungen haben ein Plus von 386 Euro pro Quadratmeter verzeichnen können. Für das letzte Quartal 2017 bedeutet das, dass die Preise mit 3.924 Euro/qm einen neuen Höchstwert erreicht haben. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern samt Grundstück lag der mittlere Angebotspreis bei 435.000 Euro und somit um 16 % teurer als im Jahr zuvor.

Mainz: Preisanstieg setzt sich fort

Auch in Mainz steigen die Immobilienpreise. Im Vergleich zu 2016 sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Jahr 2017 um 6,7 % in die Höhe geklettert und bei den Wohnungsmieten wurde ein Anstieg um 4,5 % verzeichnet. So lautet das Ergebnis einer von der Sparkasse Mainz durchgeführten Wohnungsmarktanalyse.

Oberstadt stellt gemäß dieser Analyse in Bezug auf den Wohnungskauf den teuersten Stadtteil dar. In diesem Mainzer Stadtteil kosten Eigentumswohnungen durchschnittlich 3.100 Euro pro Quadratmeter, wobei der absolute Spitzenpreis gar bei bis zu 4.985 Euro/qm lag. Bei den Häusern werden durchschnittlich 3.496 Euro je Quadratmeter fällig, mit einem Spitzenpreis von 5.369 Euro/qm. Teurer sind die Häuser in der Mainzer Altstadt, wo Wohnhäuser im Durchschnitt 6.373 Euro pro Quadratmeter kosten.

Bayern erhält über 60.000 neue Wohnungen

Der Wohnungsbau in Bayern blüht: Im letzten Jahr sind in Bayern so viele Wohnungen entstanden wie zuletzt in 2000. In 2017 sind 61.056 Wohnungen fertiggestellt worden und somit etwa 7.000 bzw. 13 % mehr als im Vorjahr. Rein rechnerisch gesehen entspricht das einer Stadt von der Größe Erlangens. 

Aber nicht nur Geschosswohnungen sind entstanden, sondern auch der Bau von Mehrfamilienhäusern, die drei und mehr Wohnungen aufweisen, hat ein Plus verzeichnen können, nämlich um 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Sektor der Einfamilienhäuser ist die Anzahl in die Höhe geklettert: Im Jahr 2017 sind 19.732 neue Häuser entstanden, was einem Plus von beinahe 20 % entspricht.

NRW: Anzahl der Wohnbaugenehmigungen nimmt ab

Nach einer Auswertung der Bauämterzahlen hat die Landesverwaltung deutlich weniger Genehmigungen registriert. So belief sich die Zahl der genehmigten Wohneinheiten im Jahr 2017 auf insgesamt 52.481 und somit 21,1 % weniger als im Vorjahr. Bei den Mehrfamilienhäusern wurden 26.969 Wohnungen bewilligt, was einer Reduzierung um 15,9 % entspricht. Mit insgesamt 16.386 wurden auch weniger Ein- und Zweifamilienhäusern genehmigt, ein Minus von 12,2 %.

In Nordrhein-Westfalen wurden im vergangenen Jahr 29,3 Wohnungen pro 10.000 Einwohner genehmigt. Düsseldorf verzeichnet dabei mit 61 die höchste Quote, gefolgt vom Kreis Heinsberg mit 55,1 und Paderborn mit 54,2. Die niedrigsten Quoten gab es hingegen in Gelsenkirchen mit 9, in Solingen mit 11,1 und in Hagen mit 12,2.

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